Juhuuu liebe BSWS-Gemeinde, liebes Kommitee, alle Interessierten und wer sich noch so angesprochen fühlt!
Ich habe da mal eine Frage: (Achtung, die Frage kommt erst unten, längere Ausführung ist erforderlich

)
Gestern passierte es ja leider, dass beim Turnier Finstere Flure ein Fehler in der Tabelle des Turniers auftrat und so leider fälschlicherweise Mime die Goldmedaille zugesprochen wurde. Es stellte sich recht kurz nach den ersten Jubelrufen heraus, dass eben in der Tabelle auf der Turnierseite ein Rechenfehler aufgetreten war, der unerkannt blieb bis zum Ende der Veranstaltung und eigentlich Mime und Casparie81 punktegleich waren nach dem letzten Spiel. So entschied der Tiebreaker, der die gesamten Siege beinhaltete. Und Mime auf Platz 2 verwies.
Dies stand so in den Regeln und ist auch völlig ok.
ABER:
Die Tabelle war bei allen Spielern, die an der Spitze waren stets im Blick. Dies entscheidet mit unter auch die zu spielende Taktik. So weiß ich durch ein Gespräch im ctell während des Spiels, dass Mime nur auf Platz 2 im letzten Spiel hingespielt hat, weil ihm dies zu Gold reichte. Er hat also etwas verhaltener gespielt, da er nicht unbedingt den Sieg gebraucht hatte, um Gold sicher zu wägen. Gerade als das zeitgleich gespielte andere Spiel des Turniers zu Ende war, war er sich dieser Tatsache sicher. Wäre die Tabelle korrekt gewesen, hätte er auf Biegen und Brechen auf Sieg gespielt, denn wer gibt sich schon mit irgendeiner Medaille zufrieden, wenn Gold vor der Nase wedelt?
Das Problem ist jetzt wohl für jeden klar ersichtlich? Wie soll man im Nachhinein 1. beweisen, dass man nur auf Platz 2 in diesem Spiel gespielt hat, um Gesamtgewinner zu sein?
2. wie soll sich der Turnierveranstalter verhalten, nachdem so ein Fehler aufgefallen ist.
Bevor mich nun jemand falsch versteht, ich schreibe hier NICHT, um die Goldmedaille von Mime zurück zu fordern. Mich interessiert eher etwas Generelles.
Rechenfehler können jederzeit auftreten. Klar SOLLTE sowas nicht passieren, aber wer hat nicht schonmal nen Zahlendreher gehabt, wer hat nicht schonmal was vergessen einzutragen, wem ist nicht schonmal ein Fehler passiert. Das ist nur menschlich. Blöd ist halt, wenn sowas erst NACH dem Turnier auffällt.
Nicht hauen für den nächsten Satz bitte

Die Schuld liegt beim TM, dem eben dieser Fehler in der Tabelle passierte...
Da hat man also eine folgende Situation. Aufgrund der vorliegenden (fehlerhaften) Tabelle:
Spieler A weiß, er brauch unbedingt einen Sieg mit 2 Pöppeln Vorsprung, um Gold zu haben.
Spieler B weiß, er braucht keinen Sieg, er muß aber unbedingt 2. werden und das mit 2 Pöppeln im Ziel, um Gold zu sichern.
Nun spielt jeder seine Taktik, um Gold zu gewinnen.... und da ist genau das Problem. Der Fehler wurde zu spät entdeckt, als dass beide Spieler ihre falsche Taktik noch korrigieren hätten können.
Also hat Spieler B Gold gewonnen... nee, doch nicht. Hätte er mal auf alleinigen Sieg gespielt, dann hätte er Gold, weil... da war ja ein Fehler.
Ich hoffe ihr versteht nach diesem Monolog mein Stutzen und das Problem, dass ich sehe.
Was tun? soll man das Spiel wiederholen? Soll man Gold aberkennen? Zumal die Leistung und die Taktik dahinter ja auch verständlich sind? Kann man Spieler überhaupt für einen Fehler in der Turnierleitung (in dem Fall Tabelle) "bestrafen" indem man ne Medaille aberkennt?
In diesem Fall würde ich ein geteiltes Gold als fairer ansehen *denk* Denn für den aufgetreten Fehler können beide Spieler nichts.
Auch in den Olympischen Spielen sind schon Fehler aufgetreten. Ich habe nachfolgend ein Beispiel angehängt, dass eine Fehlentscheidung beinhaltet, welches zu Doppelgold führte, da die Teilnehmer unschuldig am Sachverhalt waren.
Vielleicht wäre es schön eine Richtlinie für solceh Fehler WÄHREND eines Turniers, bzw für erkannte Fehler NACH einem Turnier zu formulieren. So hätte man eine Handhabe, sollte so ein Fall nocheinmal auftreten.
LG Jad
p.s. Ich schreibe erst heute, weil ich gestern keinen Streit provozieren wollte. Mich interessiert eher die Meinung zu einem Fall und ob es überhaupt möglich ist, so etwas fair zu handhaben.
Für große Aufregung bereits in den ersten Tagen sorgte der so genannte Paarlauf-Skandal. Die Preisrichter setzen das russische Paar Jelena Bereschnaja und Anton Sicharulidse mit 5:4 Stimmen auf Platz Eins vor die Kanadier Jamie Sale und David Pelletier, die nach einer fehlerfreien, begeisternden Kür von den Zuschauern und zahlreichen Experten als die wahren Sieger gesehen wurden. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Absprachen unter den Preisrichtern, wie sie im Eiskunstlaufen wohl an der Tagesordnung sind. Die französische Preisrichterin Marie-Reine Le Gougne war angeblich unter Druck gesetzt worden, für das russische Paar zu stimmen; im Gegenzug sollte der russische Kampfrichter beim Eistanz dem französischen Paar Anissina/Peizerat weiterhelfen. Nachdem dieser Skandal bekannt geworden war, erfolgte eine einzigartige Entscheidung: Dem kanadischen Paar wurde nachträglich Gold zugesprochen, die Russen behielten ihre Goldmedaille; es gab also zwei Siegerpaare.