Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Übersicht Hilfe Suche Einloggen Registrieren

+  BrettspielWelt
|-+  Städte
| |-+  Städte (100-149)
| | |-+  C100 Heaven&Hell (Moderatoren: deianeira, Mephisto, Henni, yzemaze, TscheyLow, mephisto)
| | | |-+  Passiert im ICE zwischen Mannheim und München...
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
Seiten: 1 [2]  Alle Nach unten Drucken
Autor Thema: Passiert im ICE zwischen Mannheim und München...  (Gelesen 435 mal)
Tootles
Zaubermeister
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4116


"Real doctors treat more than one species..." *** ... manchmal ist es einfach Zeit zu gehen, wenn es

214859820
Profil anzeigen WWW
« Antworten #15 am: 21.03.2008, 17:17:34 »

Ulko kam dazwischen, aber ich ignorier ihn einfach mal...

Hm ... scheinbar ist es so einfach, nicht ganz richtig verstanden zu werden.

Ich denke ich hab erwähnt, dass ich alles andere als ein militanter Nichtraucher bin (ich hab selbst von Zeit zu Zeit zu einer Zigarette gegriffen gehabt), aber die Einstellung "Lasst uns Raucher doch rauchen, wenn wir wollen." ist ein klein wenig sehr egoistisch. Das Rauchen ist nicht verboten an Bahnhöfen, aber es ist einfach beschränkt auf bestimmte Bereiche, von denen sich die Nichtraucher fernhalten können, wenn sie nicht gezwungen sein wollen, passiv den Rauch mitzubekommen. Mal abgesehen von den hier heruntergespielten Folgen des Passivrauchens ist es auch eine Frage des Geruchs, den man einfach nicht richtig aus den Klamotten bekommt außer sie zu waschen. DAS finde ich persönlich viel unangenehmer.

Das ist öffentlichen Gebäuden, in Zügen, in Bussen und ähnlichen Einrichtungen nicht mehr geraucht werden darf, ist sicherlich nicht nur aus Jux und Dollerei so festgelegt worden. Und ich denke, dass es etwas ist, was mit Rücksicht zu tun haben sollte den Mitmenschen gegenüber, sich in solchen Einrichtungen, in denen ich zum Teil auch einfach nicht flüchten kann davor, an diese Rauchverbote zu halten.

In einer Diskussion mit einem Arbeitskollegen vor einiger Zeit musste ich mir den Satz anhören: "Es zwingt Euch ja keiner, hier passiv mitzurauchen." Hm ... das seh ich an solchen Orten halt dann doch anders. Denn irgendwie kann es nicht ganz richtig sein, dass ich davonrennen muss, wenn jemand seiner Raucherlust nachgehen will, wenn ich das ganze nicht direkt mitbekommen will.
Noch mal ein ganz anderes Thema ist es, wenn Kinder mit im Spiel sind, denn dann finde ich das ganze noch viel verantwortungsloser.

Einem Raucher klar zu machen, dass es kein Verbot des Rauchens an sich ist, ist eine nahezu hoffnungslose Sache, wenn er/sie es nicht sowieso schon begriffen hat. Denn wenn es ein Verbot des Rauchens an sich wäre, würden sicherlich ganz andere Maßnahmen an Bahnhöfen und in Zügen ergriffen werden, dessen bin ich mir sicher. Ich jedenfalls werde niemals auf die Idee kommen, einem Raucher das Rauchen prinzipiell zu untersagen. Doch erwarte ich auf der anderen Seite auch ein klein wenig Rücksichtnahme.

@Henni, 3 Kleinigkeiten:

Du hast recht, dass die Wortwahl "asozial" sicherlich nicht förderlich für die Situation war. Doch die war zu dem Zeitpunkt eh schon verloren, von dem her erfolgte die Wortwahl auf eine gewisse Weise auch bewusst - mit der Erklärung im direkt folgenden Satz, warum ich die Wortwahl getroffen hatte.

Krebserregende Stoffe in der Natur mit dem Rauchen zu vergleichen, hinkt mehr als nur ein bisschen. Denn mal ganz ehrlich: kein Raucher wurde dazu gezwungen zu rauchen. Und fast alle, die rauchen, könnten mit dem entsprechenden Willen und ein bisschen Unterstützung auch mit Rauchen aufhören. Ein "wir müssen", "wir können nicht anders" oder ähnliche Aussagen sind nur in einem wirklichen Ausnahmefall zu akzeptieren für mich - und das sage ich als ausgebildeter Mediziner, der sich mit dem Thema "Sucht" durchaus ausgekennt.

Das Tzatziki auf dem Döner stört glaub ich die wenigsten, wenn es weit genug weg ist von den Klamotten, mit denen ich gerade zur Arbeit gehe und auf die ich von Beruf wegen gerade angewiesen bin (gut, das trifft weniger mich in meinem Job, aber viele andere durchaus). Dass solche Sachen nicht gern gesehen werden in öffentlichen Fortbewegungsmitteln liegt meiner Meinung nach einzig und allein an der traurigen Einstellung eines Teils der Gesellschaft, dass Soßenflecke auf dem Polster oder auf den Klamotten des nächsten, der sich nichtsahnend da hinsetzt ja nicht das Problem des Verursachers sind. "Nach mir die Sintflut" ist eine Einstellung, die leider nicht selten vorkommt heutzutage. Dabei spielt es keine Rolle, welche Nationalität, welche Religion oder welchen Bildungsstand die betreffenden Verursacher haben. Die schwarzen Schafe gibt es in allen Gruppierungen. Leider müssen die anderen, die mit dem nötigen Respekt und einer ordentlichen Portion Menschenverstand unterwegs sind, diese charakterlichen Schwächen mit ausbaden, indem sie Verbote wie diese mit auferlegt bekommen. Leider.

Grüße,
Tootles
Gespeichert

Ulkomaalainen
Global Moderator
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 11305


Du solltest, hast Du 'ne Giraffe im Rücken, Dich leise mit 'ner Tasse Kaffee verdrücken.


Profil anzeigen
« Antworten #16 am: 21.03.2008, 21:06:07 »

Ulko kam dazwischen, aber ich ignorier ihn einfach mal...

Jaja, mit mir kann man's ja machen Wink
Gespeichert

15 Jahre Möchtegernfinne
BigFerret
Zaubermeister
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3937



Profil anzeigen WWW
« Antworten #17 am: 21.03.2008, 23:35:34 »

Ganz schwierig finde ich das mit den Kopfhörern. Besonders toll finde ich es auch nicht, wenn ich mal Bahn fahren muss, aber ich sag mal so - mittlerweile sind sie ja wie das Telefonieren gesellschaftlich toleriert. Auf Kurzstrecken in Zügen oder eben in der Stadt ist es sowieso recht laut um einen herum, weil ohnehin irgendwo eine Gruppe von Jugendlichen den "hi, hier bin ich und hört mich" macht. Auf Langstrecken, die ich glücklicherweise im Zug auch nur ganz selten zurücklege, bleibt halt das Prinzip, dass man theoretisch ausweichen kann (außer man sitzt während der Wiesn innem ICE nach München und kann ohne Sitzplatzreservierung einpacken, aber da gibt es ganz andere Probleme als Kopfhörer Wink).

Dieses Ausweichprinzip hätte ich in jedem Fall auch wahrgenommen in deinem angesprochenen Fall - auch nicht sofort (sonst glaubt er ja, er sei im Recht, wenn er die Kinder nicht bittet leiser zu machen), aber spätestens dann, wenn es zu bunt wird.

Was den Vorwurf des Rassismus' eines andersfarbigen als man selbst angeht, wenn es um die kleinste Kleinigkeit geht, finde ich ganz übel. Man darf sich ja dann wirklich kaum trauen, jemanden anzusprechen, wenn etwas stört. Doofes Dilemma eben, das man aber mitnehmen muss, wenn nötig. Ich selbst kam zum Glück noch nicht in die Situation, dass ich mal einen Farbigen bitten musste, die Kippe auszumachen oder so - das sind auch eher diejenigen, die sich korrekt verhalten, weil sie halt in Deutschland klar in der Minderheit sind und ihre Rasse nicht bloßstellen möchten, somit keinen Streit, in dem es um Rasse geht, suchen. Ich habe mich während meines Auslandsaufenthalts völlig egal um was es ging ähnlich übertrieben zurückgehalten, wobei es da mehr um das "Image der Deutschen nicht weiter niedermachen als es ist" (leider nötig mancherorts, wenn auch 15 Jahre zurück) als um eine Rasse ging.

Meiner Meinung nach hat es der Franzose aber auf solch eine Diskussion angelegt. Die Reaktion der vier angesprochenen auf dich zukommenden Mitnörglern kann ich dann mir nur so erklären, dass sie ihrer Umgebung zeigen wollten, dass sie eben nicht rassistisch sind und womöglich nur auf einen kleinen Grund für ihr Ego-Ding "ich muss hier mal eingreifen & Minderheiten schützen" gewartet haben, oder womöglich weil sie denken, sie würden - falls sie nix sagen - selbst für rassistisch gehalten werden. Dass es um die Verteidigung der Kinder geht, wage ich mal zu bezweifeln (ich versuche mich selbst irgendwie in die Lage der Leute zu versetzen, hätte hier aber wirklich erst größere Fehler deinerseits als die des Franzosen oder Francoafrikaners finden müssen, um das zu tun - asozial vs "du motzt mich nur an, weil ich schwarz bin" finde ich hier grenzwertig, und dann zählt wohl, wer zuerst provoziert hat.

Zu "wenn ich Deutscher wäre, wären Sie nicht so mit mir umgegangen". Genau! Smiley Denn da hätt's mal richtig ordentlich Druck von mir gegeben, so dass es von vorn herein der ganze Wagon mitbekommt, die ganzen Rassistenschubladenstecker hätten nämlich keinen Grund mehr finden können, mir in den Rücken zu fallen! Wink

@hl

Naja, dass die Autoabgase im Normalfall schädlicher sind als das Rauchen, mag ja pro Liter Autoabgas im Vergleich zum Liter Passivqualm stimmen! Wink Aber du weißt selbst, dass deine These ansonsten mehr hilflose Rechtfertigung ist, oder? - wir sitzen ja mehr so im Auto als dahinter Wink Ich meine auch, dass ja die meisten Raucher, wie auch tassle, wissen, dass das Rauchen in Gegenwart von Nichtrauchern, die an dieser Stelle nicht ausweichen können oder wollen, indiskutabel ist - Bus, Bahn, Flugzeug, Billardkneipe leider nicht (?), die besten Plätze im Restaurant und vornweg der Arbeitsplatz (bei dem es ja bundesweit schon räumlich gut geregelt ist, der aber noch keine anständige Pausenausgleichslösung für Nichtraucher gefunden hat). Bei sich zuhause sollte man aber tun können, wozu man gerade Lust hat.


Ach ja Köln. Ja, das ist etwas doof da mit Essen & Trinken. Geruch kann ich halt ausweichen, Flüssigkeit vielleicht auch noch, nur den Glasflaschen beim Bremsen oder als Wurfgeschoss nicht mehr, und sich in der Bahn noch mehr alkoholisierenden Kids auch nicht. Ich meine, man hätte auch da schon eine Grenze ziehen können, darüberhinaus ist dieses Verbot Schwachsinn! Essen und Trinken ist gesund.
« Letzte Änderung: 22.03.2008, 00:10:15 von BigFerret » Gespeichert

Beste Grüße!

BigFerret
         
          
Seiten: 1 [2]  Alle Nach oben Drucken 
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:  


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.15 | SMF © 2006-2009, Simple Machines
SMFAds for Free Forums
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS