Moin, Romario!
Also 70-80% halte ich für deutlich zu hoch gegriffen!
Wenn Du mit den vielen Anfängersiegen meinst, daß ich
z.B. manchmal das Gefühl hatte, zu gut erklärt zu haben,
wenn der Anfänger gleich das erste Spiel gewinnt, dann
heißt das nur, daß man Glück haben kann. (Naja, und
eigentlich gibt es hier ja nur Anfänger, selbst das
Spiel ist noch nicht so alt!)
Analoges Beispiel CantStop: Anfangen und gleich drei Seile auf
einmal klettern - wie willst Du gegen so jemanden gewinnen?

In den meisten anderen Fällen kann man mit Taktik durchaus
etwas erreichen. Sicher keine Bäume ausreißen, aber es gibt
doch eindeutig gute und schlechte Züge!

Bei Deinen 3 Touren muß man sagen, daß es auch zur Taktik
gehört, vielleicht die eine oder andere große Bustour zu
verhindern oder zu erzwingen - nur beim Befahren gibt es
Punkte...

Nur bei 4 Spielern hab ich ab und zu das Gefühl, dem Glück
relativ hilflos ausgeliefert zu sein. Zum Beispiel legt man
nur dreimal die erste Karte. Das Spiel ist dann schon mal
vorbei, bevor ich die Buslinien schön ausgebaut habe...
Insgesamt läßt sich Paris Paris prima spielen, hat schön
einfach strukturierte Regeln, z.T. undurchschaubare Taktiken
und nicht immer nur einen Königsweg. Man kann also das eine
oder andere mal ausprobieren. Unbestritten ist es eines der
"seichten" Spiele (wie auch Emerald), was allerdings keine
Kritik sein soll, sondern wunderbar für zwischendurch ist...
Fazit: Das Spiel hat wirklich gute Chancen, eines
meiner Lieblingsspiele in der BSW zu werden...

Grüße, SLC