Hallo meine Lieben,
ich wollte endlich etwas besser verstehen, was es mit dem Stadthaushalt auf sich hat und worauf die Einnahmen und Ausgaben basieren. Vielleicht interessiert Euch das auch. Einen guten ersten Überblick dazu findet man bei
http://www.hserver.de/meridian/rohstoffe.htmlAusgaben und EinnahmenDie wichtigsten Ausgaben einer Stadt sind
o die monatlichen Abgaben, die jede Stadt für die Bürger zahlen muss und
o die Baukosten für die Erweiterung der Stadt
Alle anderen Ausgaben sind dagegen wohl zu vernachlässigen.
Die wichtigsten Einnahmen kommen durch
o Spiele, die in unserer Stadt stattfinden und
o Spiele, die unsere Bürger(innen) spielen (am besten natürlich bei uns!)
Bzgl. Baukosten kann man übersichtlich nachlesen unter
http://www.brettspielwelt.de/de/Staedte/Baukosten.htmlMonatliche Kosten pro Bürger(in)Wenn man die Abgaben für die Bürger nachrechnet, kommen erstaunlich hohe Kosten zusammen. Abhängig vom Rang muss die Stadt 0-50 Nahrung und 0-20 Tücher pro Person und Monat zahlen. Der derzeitige Preis an der Handelsbörse liegt für Nahrung bei über 30 Taler und für Tuch bei über 400 Taler. Vielleicht sollte ich noch sagen, dass Taler und Spielpunkte identisch sind. Die Spielpunkte sind sozusagen das Privatvermögen und bestimmen den Rang. Man kann aber auch Spielpunkte spenden und damit in Taler umwandeln.
Ein Bürger auf Stufe W12 kostet die Stadt beispielsweise pro Monat 50 Nahrung und 15 Tuch. Das sind umgerechnet fast 8.000 Taler !!
Ein Bürger auf Stufe W5 kostet die Stadt beispielsweise pro Monat 50 Nahrung und 5 Tuch. Das sind umgerechnet über 3.500 Taler !!
Zur Zeit kosten unsere 15 Bürger jeden Monat 750 Nahrung und 180 Tücher. Das sind umgerechnet Kosten von knapp 100.000 Talern.
Das Barvermögen der Stadt liegt derzeit bei ca. 80.000 Talern. Dazu kommen umgerechnet ca. 140.000 Taler an vorhandenen Rohstoffen. Also insgesamt ca. 220.000 Taler.
Einnahmen durch SpieleDas heißt, dass unsere Stadt ohne Einnahmen am Ende des dritten Monats bankrott sein könnte. Das hätte für die Stadt und alle Bürger Folgen. Glücklicherweise hat die Stadt aber auch Einnahmen über die Spiele, die sowohl Rohstoffe als auch Taler bringen. Dabei ist es gut, wenn Stadtbürger(innen) fleißig spielen und vor allem dann, wenn in *unserer* Stadt gespielt wird. Dabei spielen die Zahl der Mitspieler und das Spiel selbst eine Rolle.
Ein kleines Spiel mit 1-2 Teilnehmern bringt einige Taler an Einnahmen. Ein großes Spiel (wie Attribut oder eine Partie Tichu) mit vielen Mitspielern kann Rohstoffe und Taler im Wert von rund 300 Talern einspielen.
Andere WirtschaftselementeJede Stadt in der BSW wird bei der Gründung zufällig auf der Weltkarte platziert. Einige haben Glück, weil sie eine sogenannte Wollstadt werden und beim Spielen viel von der begehrten Wolle bekommt. Andere haben Pech, weil sie fast nie Wolle einspielen können. Wir bekommen bei uns primär Stein und Nahrung, aber auch etwas Wolle. Also eine mittelmäßige Lage. Da man für die monatlichen Abgaben Nahrung und Tuch (das in der Weberei aus Wolle hergestellt werden kann) benötigt, sowie für das Bauen diverse gebäudeabhängige Rohstoffe, muss man Rohstoffe tauschen. Dazu gibt es die Börse, an der der Kämmerer handeln kann. Wenn jemand einige Rohstoffe verkauft, sinkt der Preis. Wenn man einige einkauft, steigt der Preis. Besonders am Ende des Monats gibt es Turbulenzen, wenn Städte dringend ihre Versorgung sichern müssen. Also empfiehlt es sich, diese schon rechtzeitig zu vernünftigen Preisen zu decken. Man kann durch die ständigen Kursschwankungen auch für die Stadt Geld verdienen, indem man zum richtigen Moment kauft bzw. verkauft. Aber das ist nicht so entscheidend wie die ständigen Spieleinnahmen.
Bauliche StadtentwicklungBei der Stadtentwicklung gibt es mehrere Aspekte.
Zum ersten will man möglichst viele der Spiele in der Stadt haben, weil man dann auch leichter freie Räume findet und zusätzlich damit Einnahmen hat. Spiele werden in neuen Gebäuden untergebracht. Die Preise der Spielhäuser variieren sehr stark. Die einfache Hütte (von denen es pro Stadt nur 5 geben kann) kostet umgerechnet ca. 8.000 Taler. Ein Herrenhaus (in dem wie in der Hütte nur ein Spiel ist) hat die horrenden Kosten von über 650.000 Taler. Eine Burg hab ich gar nicht erst ausgerechnet, aber es ist weit über einer Million Taler.
Ab Rang 12 können Bürger ein eigenes Haus bauen und ab Rang 15 können sie dann auch ein Spiel im eigenen Haus haben. Wenn die günstigen Spielhäuser verbraucht sind, sind die Bürgerhäuser wohl die einzige erschwingliche Methode, an neue Spiele zu kommen.
Wohnhäuser sind recht preisgünstig. Anscheinend soll es in der BSW keine Obdachlosen geben.
Ein zweiter Aspekt der Stadtentwicklung ist die Ästhetik. Man kann sich allerhand leisten an Vegetation, Strassen- und Wasserbau, sowie Monumenten. Ein Kästchen Wiese startet bei 2 Talern und dann geht es hoch über Prachtstrassen (18 Taler pro Kästchen) bis hin zu Statuen für 20.000 Taler.
Als dritten Aspekt gibt es noch die Spezialgebäude, wie die Weberei oder das Rathaus, die die Wirtschaft oder den Handel unterstützen. Oder auch die Gildengebäude, durch die man zum Hauptsponsor eines bestimmten Spieles wird. Wie zu vermuten ist, sind die alle nicht billig.
Ein großer Schritt ist der Übergang zur Hansestadt. Die wichtigsten Voraussetzungen dafür sind zweierlei: man muss IMMER über 15 Bürger haben und man muss ein Rathaus bauen, was runde 250.000 Taler kostet. Als Hansestadt kann man mit anderen Hansestädten Rohstoffe tauschen, was 10% billiger ist als an der Börse. Und es gibt andere Vorteile. Aber wenn man unter die 15 Bürger fällt, ist das teuere Rathaus anscheinend sofort ersatzlos vom Erdboden verschluckt. Es gibt (erfreulicherweise) noch keine Versicherungen in der BSW, mit denen man sich über Kostenerstattung streiten könnte.
Was ist zu tun ?Jede Stadt muss sich drüber klar sein, ob sie an dem Bau- und Handelsspiel ambitioniert teilnehmen will. Wenn man das nicht will, dann hält man am besten die Bürgerschaft klein (wegen den Abgaben) und konzentriert sich auf das Spielen. Neue Spiele kann man ja auch in anderen Städten spielen, was auch etwas Einnahmen bringt. Wenn es einige Vielspieler gibt, kann man damit den Status Quo halten, ohne bankrott zu gehen.
Wenn man die Stadt zielstrebig ausbauen will, dann ist Folgendes wichtig:
o man benötigt einen Kern von Vielspielern, die Einnahmen bringen
o man kann sich nicht allzu viele passive Spieler leisten, die dauerhaft Abgabendefizite verursachen
o man sollte viel in der eigenen Stadt spielen und attraktive neue Spiele auch schnell bauen
o man sollte gezielt in Wollstädten spielen und damit Wolle in die Stadt holen
o man sollte die Webaufträge abarbeiten, um das teure Tuch nicht an der Börse kaufen zu müssen
o man sollte das Geld an der Börse vermehren
Der erste Punkt ist mit Abstand der wichtigste !! Die BSW belohnt in erster Linie das Spielen.
Daneben gibt es noch weitere Möglichkeiten, deren Beschreibung hier den Rahmen sprengen würden.
Zu dem Stadtspiel gibt es noch viele weitere Details, aber das soll’s erst mal gewesen sein.
Liebe Grüße,
Tante_Hilde