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Autor Thema: Wer routet so spät durch Nacht und Wind...  (Gelesen 272 mal)
eldooderino
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Beiträge: 1330



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« am: 26.01.2004, 01:12:25 »

ich denk, es is sicher schon mal gepostet worden, aber ich habs grad wieder-entdeckt und mich köstlich amüsiert....(das arme packet....)

---------------------


Frei nach Johann Wolfgang von Goethe:

Der Erlkönig (EDV-Version)



Wer routet so spät durch Nacht und Wind?



Es ist der Router, er routet geschwind!



Bald routet er hier, bald routet er dort



Jedoch die Pakete, sie kommen nicht fort.



Sie sammeln und drängeln sich, warten recht lange



in einer zu niedrig priorisierten Schlange.



Die Schlangen sind voll, der Router im Stress,



da meldet sich vorlaut der Routingprozess



und ruft "All Ihr Päckchen, Ihr sorgt Euch zu viel,



nicht der IP-Host, nein, der Weg ist das Ziel!"



Es komme gar bald einem jeden zu Gute



eine sorgsam geplante und loopfreie Route.



Des Netzes verschlungene Topologie



entwirr' ich mit Dijkstras Zeremonie.



Der Lohn, eine herrliche Routingtabelle,



dort steh'n sogar Routen zu Himmel und Hölle.



Vergiftet der Rückweg, das Blickfeld gespalten,



mit RIP wird die Welt nur zum Narren gehalten.



Doch OSPF durchsucht schnell und bequem



Mein ganz und gar autonomes System.



Für kunstvolle Routen, das vergesst bitte nie,



benötigt man Kenntnis der Topologie.



Zu überraschungs- und Managementzwecken



durchsuch' ich mit RMON die hintersten Ecken.



Kein Winkel des Netzes bleibt vor mir verborgen,



mit SNMP kann ich alles besorgen.



Wohlan nun, Ihr Päckchen, die Reise beginnt,



Mit jeder Station Eure Lebenszeit rinnt.



Doch halt, Ihr Päckchen, bevor ich?s vergesse:



Besorgt euch mit NAT eine neue Adresse!"



"Mein Router, mein Router, was wird mir so bang!



Der Weg durch das WAN ist gefährlich und lang."



"Mein Päckchen, mein Päckchen, so fürchte Dich nicht,



denn über Dich wacht eine Sicherungsschicht."



"Mein Router, mein Router, was wird mir so flau!



Dort draussen am LAN-Port, da wartet die MAU!"



"Mein Päckchen, mein Päckchen Dir droht nicht der Tod,



denn über Dich wacht ja der Manchester-Code.



Doch halte dich fern von der flammenden Mauer.



Die sorgt selbst bei mir noch für ängstliche Schauer."



"Mein Router, mein Router, wie glänzt dort voll Tücke



der schmale und schlüpfrige Weg auf der Brücke."



"Oh weh! Das Netz ist mit Broadcasts geflutet.



Ach hätt' ich doch niemals zur Brücke geroutet!



Mein Päckchen, den Kopf hoch, Du musst nicht verzagen,



an Dich wird sich niemals ein Bitfehler wagen."



Schnell wie der Wind geht die Reise nun weiter



durch helle und funkelnde Lichtwellenleiter.



"Mein Päckchen, mein Päckchen, willst Du mit mir gehen?



Die Wunder des Frame-Relay-Netzes ansehen?"



Mein Router, mein Router, ja hörst Du denn nicht,



was die WAN-Wolke lockend mir leise verspricht?"



"Glaub mir, mein Päckchen, im LAN, da entgeht



Dir sowieso Lebens- und Dienstqualität.



Reise nur weiter ganz ruhig und sacht



Quer durchs ATM-Netz mit FRF.8 ."



"Mein Router, mein Router, man hat mich verführt,



zerlegt, verschaltet und rekombiniert!"



"Mein Päckchen, das macht nichts, nun sparen wir viel,



ein VPN-Tunnel, der bringt Dich ans Ziel.



DiffSERV und TOS-Feld, merk' Dir die Worte,



die öffnen zu jedem Router die Pforte."



Finster der Tunnel, die Bandbreite knapp,



wie schön war die Backplane im eigenen Hub.



Am Ende des Tunnels: Das Päckchen ist weg,



vernichtet vom Cyclic Redundancy Check.
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Optimism drowned in a half-full tub
Muuuuuuh
Zaubermeister
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1708


>SELECT * FROM users WHERE clue > 0: 0 rows returned


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« Antworten #1 am: 26.01.2004, 03:44:41 »

lol Grin

da fällt mir spontan noch die Kurzversion des Erlkönigs ein...


Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Papa mit Kind.
Kommt böser Mann, quatscht Papa an,
ob er Bubi haben kann.
Papa verneint
Am nächsten Morgen, grosse Not,
Papa lebendig, Bubi tot. Grin
Gespeichert

Wer meint, er käme ohne die Welt aus, der irrt. Wer aber meint, die Welt käme nicht ohne ihn aus, der hat überhaupt nichts begriffen.

Muuuuuuh - Fleckvieh aus Blue Religion, nur echt mit 6 u's Grin

Bitte nich alles mit dem unnötigen Ernst betrachten.
Liebelix
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 312


Wenn man bis zum Hals in der Scheisse steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen.


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« Antworten #2 am: 26.01.2004, 03:57:51 »

und noch eins *gg

Wer reitet so spät durch Nacht und Gewitter,
das ist Harald Juhnke, der holt noch nen Litter.

*fg

gruß Liebelix
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Softwareentwicklung ist ein Wettlauf zwischen Programmierern, die versuchen immer grössere, komplexere und Idiotensichere Programme zu schreiben und dem Universum das versucht immer grössere Idioten zu erschaffen!
Das Universum liegt Vorne.

Die kursorische Suspektivierung ist maßgebend für die meleorierte Reflektion unserer infantilen Perfektion, die zu einer Subkultur expandiert, und dazu tendiert, auf surealistische weise zu kulminieren.
eldooderino
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« Antworten #3 am: 26.01.2004, 12:15:17 »

was riecht so streng durch nacht und wind?

die windel ist´s, vom findelkind

du hälst es fest, du hälst es warm

doch es riecht das gott erbarm'

von kopf bis fuß mit kot beschmiert

...


...


das wär mit pampers nie passiert

(copyright EAV *g*)
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Optimism drowned in a half-full tub
REIsound
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Baut sich zur Zeit um. Lebt gern in Los Velozes.


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« Antworten #4 am: 26.01.2004, 12:18:38 »

Eine Variante der Kurzversion:
nach Turbo aus dem "Schloss-Trio"

Daddy und Kind reiten im Wind.
Kommt 'n Mann, quatscht sie an,
ob Sohnemann nicht mitkommen kann.
Daddy sagt "Nee." - Sohnemann "Oh weh."
Daddy nach Haus. Kind tot. Aus.
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Die Werwolfgilde sucht Mitspieler:
http://www.werwolfgilde.de.vu
und in der BSW zu finden:
/channel spielleiter
oder
/tell spielleiter peek
P@burn-in-hell
Gast
« Antworten #5 am: 26.01.2004, 12:56:46 »

Mit IPv6 wird alles besser!!(?)  Grin Grin

Mir fällt auch noch die EAV-Version ein:

"Was riecht so spät durch Nacht und Wind?
Der Vater ist's mit seinem Kind.
Er hält es fest, er hält es warm,
doch es stinkt, daß Gott erbarm'.
Von oben bis unten mit Kot beschmiert ...

...

das wär mit Pamper's nie passiert ... "
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Elster
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 281



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« Antworten #6 am: 26.01.2004, 13:29:57 »

und hier noch die Originalversion, ... die kennt vielleicht nicht jeder  Grin

Der Erlkönig
Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

2. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

3. Du liebes Kind, komm geh' mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.

4. Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind.

5. Willst feiner Knabe du mit mir geh'n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.

6. Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort?
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh'es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.

7. Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,
Erlkönig hat mir ein Leids getan.

8. Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
In seinen Armen das Kind war tot.
« Letzte Änderung: 26.01.2004, 13:32:29 von Elster » Gespeichert

<a href="http://www.symphosius.de/>Symphosius-Rätselnasen[/url]
OniMux
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"begeisterte" Nachteule


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« Antworten #7 am: 26.01.2004, 13:38:08 »

Huhu !

Also ich kenn noch ne andere Kurzversion vom Erlkönig (ich glaub, die ist aus Tirol):

Finschter warsch, koid warsch,
Kind kriag an koiden arsch,
hin warsch.

Vergnügte Grüße,
Eure OniMux
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DorianGray
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Anarchists have a group? They assemble? Doesn't that completely defeat the purpose?


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« Antworten #8 am: 26.01.2004, 13:58:01 »

Und noch'n Gedicht (absolute Kurzfassung):

Wer reitet so spät durch Wind und Nacht
Es ist der Vater, es ist schon halb acht.
(Randbemerkung: der kommt zu spät zur Sportschau Grin)
Er erreicht den hof mit Müh' und Not.
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
(Randbemerkung: war eh 'ne Schindmähre Grin)

LG... Dori Cool
[/color]
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An solchen Tagen fragt man sich dann halt warum.
 
la_Luna_sola
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Beiträge: 3839



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« Antworten #9 am: 27.01.2004, 09:27:09 »

Zitat
...(ich glaub, die ist aus Tirol)

öhm ja wenn dann innsbruckerisch... boah igitt ich sag nich soviele "sch" *gggg*

knuddelz dat
tirolarische
Lunale
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Burkhard
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Beiträge: 1848



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« Antworten #10 am: 27.01.2004, 15:30:30 »

Der Arme Goethe würde sich in seinem Grab umdrehen Roll Eyes
Aber ich hab mich köstlich amüsiert  Grin Grin

LG,
Burki
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Nazagoth
(Ω31.7.04 3:55)

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Beiträge: 331


Ein nicht zu Unterschätzender dunkler Seraph. Er Erlangte die Mächte einer Gottheit und überlebte die Offenbarungen - nunmehr als Herrscher über die Unterwelt und Fürst der Dämonen.


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« Antworten #11 am: 27.01.2004, 16:29:08 »

Zitat
Der Lohn, eine herrliche Routingtabelle,

 

dort steh'n sogar Routen zu Himmel und Hölle.


Hmmmmmm Also die Tabelle wo H&H im Router verewigt iss will ich sehen  Grin Grin Grin
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Wahre Liebe fordert nicht, wahre Liebe gibt.
    Sie ist ein Entgegenkommen,ein Geben aber auch ein Annehmen.
  Wahre Liebe ergreift nicht Besitz, sondern gibt Freiheit.
 
    Marie v. Ebner-Eschenbach
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