Hab ja schon "lange" nix merh gepostet, dann will ich mal wieder, auch wenn es eher texte zum schmunzeln sind

Jetzt neu auf 2 CD's: DIE BIBEL 2.0
Nachdem treue Anhänger seit zweitausend Jahren auf ein Update warten, gibt
es jetzt endlich eine neue Version der Bibel. Die Erweiterungen sind derartig
umfangreich, daß wir einen "Sprung vor dem Komma" für mehr als nur
gerechtfertigt halten.
Die neuen Features im einzelnen:
Anzahl der Gebote von 10 erweitert auf 15 interne und 5 vom Benutzer
definierbare.
3. Teil: Das "brandneue Testament". Mit Erweiterung: "Das irre coole
Testament für Kids!" mit Autogrammadressen von z.B. Gott, Jesus, Maria.
Statt einer jetzt bis zu zehn Gottheiten möglich! Auch weibliche Götter! "Gott
Constructions-Kit" wird mitgeliefert!
Ausführliche Bebilderung für Einsteiger. Durch den Hypertext führt "Herody,
die happy Hostie"
Sex vor der Ehe: Jetzt erlaubt!
Homosexualität: Jetzt erlaubt!
Sintflut-Option ergänzt durch: - Erdbeben - Alienattacke von Andromeda VI -
Atom Gau - Spinat
Göttliche Vermehrung von Jungfrauengeburt erweitert auf den neuesten Stand
der Gentechnik!
Vollversion jetzt mit jeder Menge Rechtfertigungen für religiösen Fanatismus!
Gewissensbisse und logisches Denken voll abschaltbar!
Für "HERR" jetzt statt simpler Großschrift volle ANSI-Unterstützung: Farbe,
Invers, Blinkend.
Bei allen Erweiterungen wurden selbstverständlich die bekannten und
beliebten Intoleranzen, Unterdrückungsmechanismen und Ungereimtheiten
aus Bibel 1.0 voll übernommen. Dabei werden alle Ausgrenzungen jetzt voll
intuitiv unterstützt.
Per Klick Scharen Andersdenkender vertilgen:
Das geht nur mit Bibel 2.0
Für nur DM 666,- bei jedem Fachhändler oder direkt aus dem Vatikan
(Bitte Verrechnungsscheck beilegen)
Ehefrau 1.0: Monolitische Applikation mit Killerinstinkt
Letztes Jahr hat ein Freund ein Upgrade von Freundin 3.0 auf Ehefrau 1.0
gemacht. Seine Erfahrungen dabei waren haarsträubend: Diese Applikation
verbraucht extrem viel Arbeitsspeicher und läßt fast keine Systemressourcen
übrig. Bei genauerem Prüfen fand er dann heraus, daß diese Applikation
zusätzliche "Child"-Prozesse aufruft. Das hat natürlich zur Folge, daß die
sowieso schon knappen Ressourcen noch mehr beansprucht werden.
Außerdem ist die Applikation sehr betriebssystemnah programmiert. Sie
klinkt sich gleich beim Booten in die Kommandostruktur ein und kontrolliert
somit sämtliche Ressourcen. Das geht soweit, das andere Applikationen bei
ihr nachfragen müssen und dann gegebenenfalls einfach keine Ressourcen
zugewiesen bekommen. Somit sind einige Applikationen nach der Installation
von Ehefrau 1.0 überhaupt nicht mehr lauffähig. Dazu gehören z.B.
Skatabend 7.1, Extrem-Besaufen 3.4 und Kneipentour 5.0. Zu allem
Überfluß scheint das System von Tag zu Tag mehr unter diesen Umständen
zu leiden. Es sieht so aus, als würde Ehefrau 1.0 sich wie ein Virus im
System verbreiten. Dabei werden Protokolle über alle Aktionen anderer
Prozesse angefertigt. Andere, mit der Applikation vertraute Anwender hatten
ihn vorher gewarnt, doch da keines dieser Phänomene in der
Produktbeschreibung oder Anleitung erwähnt wurde, hatte er dies wohl
einfach ignoriert. Ein weiterer Minuspunkt für diese Applikation ist, daß sie
bei der Installation keinerlei Optionen bietet. So kann man nicht entscheiden,
ob Zusatzprodukte wie Schwiegermutter 1.0 oder Schwager 1.2 mit
installiert werden. Einige wichtige Features hat man sogar einfach vergessen
in die Applikation einzubauen. Da wäre z.B. ein Uninstaller, ein "Erinnere
mich nie wieder"-Button, ein Minimize-Button oder die Unterstützung von
Multitasking, so daß gleichzeitig noch andere Programme eine Chance
haben mit dem System zu kommunizieren. Persönlich denke ich, ich werde
bei Freundin 5.0 bleiben, obwohl das auch nicht ganz unkompliziert ist. So
war es zum Beispiel bei keiner Version möglich, sie über den Vorgänger
einfach so zu installieren. Nein, vorher mußte eine saubere Deinstallation
durchgeführt werden um sicher zu stellen, daß keine Interupts oder
I/O-Ports mehr blockiert werden. Sollte man dies vergessen, so kann es
passieren, daß die frisch installierte Applikation einfach so abstürzt. Meistens
bleibt einem dann nichts anderes übrig, als sich eine neue Kopie zu
besorgen. Auf mitgelieferte Uninstall-Routine sollte man sich jedoch keines
Falls verlassen. Es bleiben fast grundsätzlich irgendwelche Reste im System
zurück. Ein weiteres Problem, was die meisten Versionen von Freundin
haben, ist die lästige Aufforderung, sich doch ein Upgrade auf Ehefrau 1.0 zu
besorgen. Diese erscheint, wie bei allen Shareware-Programmen, in
regelmäßigen Abständen, aber meist dann, wenn man es am wenigsten
gebrauchen kann.