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Autor Thema: Gedanken  (Gelesen 345 mal)
BFM
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« am: 22.01.2006, 01:48:46 »

Das schönste Herz

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte lauter über sein schönes Herz. Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: "Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines."  Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passen nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken. Genauer an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie? Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: "Du musst scherzen", sagte er,  "Dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen." "Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?" Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg, Seite an Seite.

Quelle: unbekannt Dieser Text stammt von einer Autorin die unter dem Pseudonym FAIRY ihre Geschichten schreibt


Eine der schönsten Geschichten, die ich kenne.

Wieviel Narben, Schmerz und Tränen kann ein Herz aushalten, bevor es einfach beschliesst, nur noch seine Funktion zu erfüllen um nicht völlig wegzubrechen?

Wieviel Tiefschläge braucht ein Herz, bis es aufhört zu Vertrauen.

Wieviel Demütigung, um schon bei Kleinigkeiten Angst zu verspüren.

Ich weiß es nicht.

Mir fällt da ein Gedicht von Stephen Crane ein:

In der Wüste
Sah ich ein Geschöpf, nackt, bestialiasch
Welches, am Boden kauernd,
Sein Herz in Händen hielt
Und davon aß.

Ich sagte: "Ist es gut, Freund?"
"Es ist bitter-bitter", antwortete er;
"Aber ich mag es
Weil es bitter ist,
Und weil es mein Herz ist."

Der Mensch erträgt viel, aber zu welchem Preis?


« Letzte Änderung: 22.01.2006, 02:12:21 von BFM » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 31.01.2006, 16:56:29 »

Boah, warum geht eigentlich jeder Depp einkaufen, wenn ich auch geh??

Einkaufen müsste keine Story sein, die einen den halben Tag und Millionen von Nervensträngen kostet, wenn diese ganzen Idioten nicht wären.

So als Auch-Hausfrau weiss man ja in etwa was man so braucht und wieviel Zeit das in Anspruch nimmt, doch kaum das man Kaufland (Hit, Tengelmann oder wo auch immer)betritt, wird einem bewußt, das der halbe Vormittag schon wieder gelaufen ist.

Das geht schon los, das offenbar ein gros der Leute keinen Hausflur hat. Warum sonst müssen die sich im Lebensmittelladen treffen, um über die neue Frisur von Frau Schmidt zu lästern, oder wer wieder wann mit wem um welche Uhrzeit nach Hause gekommen ist.
Das wäre ja noch verkraftbar, wenn die sich eine dunkle Ecke suchen, wo sie keinen stören.
Aber sie stören.
Nämlich Mich!!

Indem die dämlichem Weiber mitten in den Gängen stehen, wo man selbstverständlich den Einkaufswagen mit rein nehmen muss, auch wenn man zum labern ja normalerweise keinen Einkaufswagen braucht.
Der steht dann genauso selbstverständlich nicht am Rand, wo der andere Leute (nämlich Mich!!) nicht behindert, sondern mitten drin (quer, also so quer das es querer schon gar nimmer geht), so das man das Gefühl bekommt, man wäre beim ADAC auf so `nem Sichheitstraining. Also da wo man um so komische Kegel rumschleudert und da dann etwa 3/4tel übern Haufen fährt.

Ich bin ja ein höflicher Mensch und versuch mich um die rum durch die Gänge zu bewegen, das aber leider nicht immer möglich, und da traschtende unausgefüllte Frauen offenbar zeitgleich mit völliger Blindheit geschlagen sind, muss ich die wohl norgedrungen bitten, mich da ma eben durchzulassen.

Dann ziehen die ob meiner Störung ihrer ach so wichtigen Kommunikation doch tatsächlich ein Gesicht, das ich da nur noch reinhauen möchte.

Ich schlag jedes mal 3 Kreuze , wenn ich aus so nem Laden wieder raus bin.

Und das nächste Mal, wenn ich da reingeh, und auf solche leute treffe, werd ich denen Sachen in den Wagen werfen, die sie gar nicht wollten, oder werd den Braten da rausnehmen so das sie abends nur ne stulle zu futtern haben.

Oder noch besser, das Preisschild nach dem Abwiegen entfernen, so das die annner Kasse nochmal runterrennen dürfen.

Irgendwas wird mir schon einfallen, denn für ne ordentliche Kalschnikov reichen meine MIttel einfach nicht aus.

Aber ich krieg Euch noch, wartets nur ab.


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« Antworten #2 am: 16.02.2006, 10:16:39 »

" Die Liebe pflanzen ist nicht genug,
man muss sie auch begiessen."

-> irgendwo im Internet gelesen

Liebe gibt es in jeder Art von Beziehung und will gelebt werden.
Ja, und alles was LEBEN soll, braucht Nahrung.


Jeder Mensch bestimmt durch seine innersten Bedürfnisse ( und Kindheitstraumata, ;-)), welche Art der Nahrung er braucht.

Keine oder zuwenig Nahrung lässt auch Liebe verkümmern und absterben. Und das Herz verhärten.
Der Schmerz und die Trauer welche damit verbunden sind, ist oft grösser, als rechtzeitig zu gehen.
Auch rechtzeitig Gehen verursacht Schmerz und Trauer, aber ich glaube, man ist dann zumindest noch imstande eine schöne Erinnerung mitzunehmen.

Soviele Verhungerte, verwelkte Menschen um mich rum.
Soviel Verbitterung und Hoffnungslosigkeit in den Gesichtszügen.

Ich habe mich heute bewusst entschieden, Erinnerungen dem Bröckchenweise verhungern vorzuziehen und schmeisse das Handtuch.

Und auf einmal fühle ich mich frei. Ich heul Rotz und Wasser, aber ich fühle mich so gut dabei.


« Letzte Änderung: 16.02.2006, 10:16:54 von BFM » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 31.03.2006, 06:25:28 »

Ein Krieger des Lichts gibt, bevor man ihn bittet.

Einige seiner Gefährten meinen dazu: »Wer etwas will, kann doch bitten.«

Doch der Krieger weiß, dass es viele Menschen gibt, die das nicht können, die einfach nicht um Hilfe bitten können. In seiner Umgebung leben Menschen, deren Herz so zerbrechlich ist, dass es beginnt, krankhafte Lieben zu durchleben. Sie dürsten nach Zuneigung und schämen sich, es zu zeigen.

Der Krieger versammelt sie um das Feuer, erzählt Geschichten, teilt seine Nahrung, betrinkt sich mit ihnen. Am nächsten Tag fühlen sie sich besser.

Diejenigen, die das Unglück anderer gleichgültig lässt, sind die Allerunglücklichsten.

-----------------------


Bevor der Krieger einen Kampf beginnt, fragt er sich, wie weit es mit seiner Geschicklichkeit her ist.

Er weiß, dass er aus den bereits geschlagenen Schlachten seine Lehren gezogen hat, auch wenn diese oft unnötig schmerzvoll waren. Mehrfach hat er seine Zeit damit vertan, für etwas zu kämpfen, das sich als falsch erwies, oder wegen Menschen gelitten, die seiner Liebe nicht würdig waren.

Aber Sieger machen nie zweimal denselben Fehler. Daher riskiert der Krieger des Lichts sein Herz nur für etwas, das es wert ist.


aus: Paulo Coelho: Handbuch des Kriegers des Licht
http://www.i-bahmueller.de/xkdl/


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« Antworten #4 am: 01.04.2006, 07:35:26 »

Jedes Wort, jeden Satz, den ich von mir gebe, den mein ich auch so.
Gerade in persönlichen Beziehungen, lege ich da sehr viel Wert drauf, um Missverständnissen vorzubeugen.

Wie kaputt (oder gänzlich unreif?) muss ein Mensch sein, der alles nur so zum Spass, oder weils grad so nett lustig ist, von sich gibt?

Elend geht die Welt zu Grunde, aber zu Grunde geht sie, keine Frage.
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