Als Elektrotechniker mal ein paar Anmerkungen dazu:
1) Strom sparen ist super easy.
Zum einem wäre da dieser doofe Standbyknopf. Wenn es zum Beispiel kein Standby bei Fernsehern gäbe, könnte man in Deutschland ein komplettes Kohlekraftwerk sparen. Ich habe mit einem Multimeter bei mir zu Hause mal durchgemessen wieviel mein Fernseher bei Standby verbraucht -> 55%. Erschreckend viel! Also ist der Fernseher, Stereoanlage, etc. immer aus, wenn nicht gerade in Betrieb.
2) Viele Geräte verbrauchen selbst dann Strom, wenn sie am Netz sind, selbst wenn sie nicht laufen (auch wenn Standby aus ist). Gerade bei Stehlampen habe ich diese Erfahrung gemacht.
Lösung: Abschaltbare Stecker. Adapter für die Steckdose kosten fast nichts, bei mir zu Hause sind inzwischen alle Geräte per Schalter vom Netz trennbar. Erfordert einen Handgriff mehr beim Ein- und Ausschalten, aber auf der Stromrechnung ist es deutlich erkennbar.
3) Geräte mit gerigem Verbrauch anschaffen. Vor allem bei Großverbrauchern (Herd, Kühlschrank, Gefriertruhe, Waschmaschine, Trockner, Durchlauferhitzer) lohnt sich eine höhere Investition in sparsame Geräte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Leute beim Kaufen nur auf den Anschaffungspreis achten. Dann wird ein Kühlschrank mit mieser Energieeffizienz gekauft, weil der 100 Euro billiger ist. Das dieser Kühlschrank dann 15-20 Jahre Energie frisst wird oft nicht beachtet. Schon nach wenigen Jahren hat man die erhöhte Investition für sparsame Geräte oft wieder raus, besonders angesichts steigender Energiepreise. Sparsame Geräte sind also auf die Laufzeit betrachtet meist erheblich günstiger, auch wenn sie in der Anschaffung teurer sind.
4) Anbieter wechseln.
Seit der Liberalisierung kann jeder Kunde seinen Energieversorger frei wählen. Komischer Weise tut das aber fast niemand. Während bei der Telekomunikation eine große Wechselbereitschaft besteht, ändert beim Strom fast niemand seinen Anbieter.
Ein Wechsel würde sich häufig jedoch lohnen. Einfach mal informieren!
Edit: Ich möchte noch ein paar Vorurteile ausräumen, damit Punkt 4) besser wird

Man muss nicht Kunde bei dem Stadtwerk in seiner Stadt sein. Mann kann in Schleswig-Holstein Kunde eines Stadtwerks in Bayern sein. Man bekommt dann eigentlich immer noch den Strom vom Stadtwerk seiner Region, denn Strom ist weder gelb noch sonst irgendwie markierbar, sondern fließt einfach nach den Kirchhoffschen Gesetzen dahin wo er benötigt wird. Das Stadtwerk wo man Kunde ist, speist jedoch dann Strom in die Übertragungsnetze ein und zahlt ein Netznutzungsentgeld an den Übertragungsnetzbetreiber.
Eigentlich ändert sich für einen selber gar nichts: Selber Zähler, keine Umbauten, kein Stromausfall während des Wechsels, selber Strom. Man bezahlt nur einfach jemand anderes, und spart Geld.