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Wo man die BSW und das Herne Spielezenrum in Essen findet

by Der Illuminator

Das Spielezentrum liess uns folgende Information zukommen:

Die Spiel´15 - 16. - 19.10.15 - Das Spielezentrum
Die Vorbereitungen fuer die Messe laufen auf Hochtouren. Nur noch wenige Wochen trennen uns von dem Termin.

Wir sind in diesem Jahr wieder in Hall 1 an der Standflaeche F-112, direkt am Durchgang zur Hall 2 (links oben, gegenueber dem Eingang in Hall 1).
Die Brettspielwelt befindet sich direkt neben uns am 
Carcassonne-Turnierstand F-122 (recht neben uns)

Das sind die AMIGO-Spieleneuheiten im Herbst

 

image008Die Pressestelle von AMIGO versorgte mich mit folgendem Text:

Nur noch wenige Wochen, dann sind die AMIGO-Herbstneuheiten im Handel erhältlich. Höchste Zeit, die brandneuen Spiele schon einmal kurz vorzustellen:

Bei dem kommunikativen Partyspiel Snake Oil  von Jeff Ochs & Patricia Hayes Kaufman geht es um Quacksalberei: Die Mitspieler müssen ihre eigenen skurrilen Produkte anpreisen und ihr Gegenüber von ihrem Nutzen überzeugen. Hier sind Kreativität und eine flinke Zunge gefragt.

Zudem erscheint mit SET³® von Marsha J. Falco in diesem Herbst das bekannte Kartenspiel nun als Würfelspiel-Variante.

Auch Wizard-Erfinder Ken Fisher bringt zusammen mit Joe Andrews ein neues Stichspiel heraus: Witches. Hier gilt es, rote Feuerkarten zu vermeiden. Mit etwas Glück helfen die anderen Hexenkarten dabei, das gefährliche Feuer zu neutralisieren.

Beim Würfelspiel ciúb von Tom Lehmannheißt es, die Vielfalt der Würfel und die Kraft magischer Wesen zu nutzen. In jeder Runde versucht ein Spieler mit seinen Würfeln die geforderte Kombination auf einer Zauberkarte zu erfüllen und so Siegpunkte zu erlangen.

Mit Speed Cups² erscheint sowohl eine 2-Spieler-Variante als auch Erweiterung zu Speed Cups, dem Bechererfolg aus 2013.

Bei Honigbienchen von Reiner Knizia gehen Kinder ab 4 Jahren auf Bienchensuche. Unter welchen Bienenkorb hat sich die gesuchte Biene nur versteckt? So einfach und doch so schwer:

Bei Schau mal! von Haim Shafir wird heimlich eine Karte auf dem Tisch umgedreht, wodurch sich die Abbildung der Karte minimal verändert. Wer findet die Veränderung am Schnellsten?

Das neue Spiel der Würfelspiel-Reihe heißt Schraube Locker. Die Spieler ziehen mit ihren Spielfiguren um den Kartenkreis; ihre Zugweite wird dabei durch die gewürfelten Würfel vorgegeben. Aber aufgepasst: Ein Würfel zu viel oder zu wenig und man schießt über das Ziel hinaus. Die kurzweiligen Kartenspiele Hamsterbacke von Francesco Berardi und Absacker von Leo Colovini & Dario di Toffoli komplettieren das Herbstprogramm von AMIGO.

Die AMIGO-Herbstneuheiten erscheinen im September. Speed Cups² und Witches sind bereits im August exklusiv in AMIGO-Partnerstores erhältlich. 

Empfehlenswert:

 

Besser kann man es selber kaum hinkriegen 🙂

http://www.spiegel.de/netzwelt/games/spiel-des-jahres-2014-camel-up-concept-splendor-und-co-vorgestellt-a-980915.html

Helios – Ewig kreist die Sonne

Helios PackshotNach einigen Berichten über Spiele in historischen Szenarien, kommt heute ein Spiel auf den Tisch, das in einer Fantasy-Welt spielt: Helios!

Jeder Spieler verfügt über einen eigenen Spielplan, auf dem er seine Landfläche ausbaut. Auf diesen Landplättchen können entweder Rohstoffe geerntet werden oder Tempel, zwecks Generierung von Punkten, gebaut werden. Mit den Rohstoffen zahlt man entweder den Bau der Tempel oder Gebäude, die sich außerhalb des Plans befinden und verschiedene Verbesserungen bringen.

Das klingt alles erst einmal sehr gewöhnlich und Helios ist letztlich ein Spiel, in dem im Laufe der Partie erst einmal die Wirtschaft aufgebaut werden muss. Besonders wird Helios durch die Möglichkeit, die Sonne zu bewegen. Je nach bisheriger Spielweise hat die Sonne eine bestimmte Reichweite und kreist um die eigene Landfläche. Dort, wo sie stehen bleibt, bescheint sie alle Landplättchen und Tempel. Erstere erhalten einen Rohstoff der dem Land entsprechenden Art und letztere generieren Punkte.

Doch wenden wir uns erstmal dem Spielablauf zu, damit du einen besseren Überblick erhältst. Abhängig von der Spielerzahl werden unterschiedlich viele Runden gespielt (16 oder 18). Ist ein Spieler an der Reihe, nimmt er sich zuerst eines von drei unterschiedlichen Aktionsplättchen. Dieses erlaubt ihm die auf dem Plättchen abgebildete Aktion. Zu Beginn liegen von jeder der drei Sorten jeweils sechs Plättchen aus. Sollten eine Sorte aufgebraucht sein, ist diese Aktion für die Spieler nicht mehr auswählbar. Diese Aktionsplättchen gibt es in drei Farben (plus Jokerfarbe Weiß). Sobald ein Spieler vier farbgleiche Aktionsplättchen gesammelt hat, erhält er einen Bonuszug, der auch von einer Sorte sein darf, von der es keine Aktionsplättchen mehr gibt. Bei 16 Runden kann man so also bis zu 4 Bonusaktionen ergattern.

Folgende Aktionen bzw. Aktionsplättchen gibt es:

  1. Landplättchen legen: hiermit erweitert man seine Landfläche. Je nach Farbe des Plättchens erhält man darauf einen anderen Rohstoff, sobald er von der Sonne beschienen wird. Alternativ gibt es auch einige Sonderplättchen, auf denen keine Rohstoffe geerntet werden, die aber am Spielende Punkte bringen.
  2. Sonne bewegen: Man bewegt die Sonne im Uhrzeigersinn entlang der eigenen Landfläche. Zu Beginn hat man eine Reichweite von 2 Feldern – die maximale Reichweite beträgt 14 Felder. Erreicht oder überschreitet man die obere/nördliche Stelle seiner Insel erhält man fünf Punkte.
  3. Bauen: Entweder baut man einen Tempel auf einem seiner Landplättchen (kostet so viele Rohstoffe, wie man anschließend Tempel besitzt) oder man baut auf seinem Gebäude-Tableau ein Gebäude (kostet zwischen 1-3 Rohstoffe).

Sobald jeder Spieler eine bestimmte Anzahl Aktionen durchgeführt hat, endet dieser Durchgang und es besteht die Möglichkeit, Personen zu erstehen. Diese müssen mit Mana (von mir auch liebevoll „Rote Grütze“ genannt) bezahlt werden. Mana erhält man entweder durch Tempelbau, Platzieren von Landplättchen an bestimmten Positionen oder durch den Bau bestimmter Gebäude. Schließlich müssen diese Personen noch mithilfe von drei Rohstoffen aktiviert werden. Erst dann sind sie aktiv und ihre Vorteile kommen zum Tragen. Alle Personen bringen Punkte für verschiedene Dinge und einige noch zusätzliche Boni während des Spiels.

Nach der Personenphase werden alle verbleibenden Aktionsplättchen entfernt und neue ausgelegt. Anschließend beginnt der nächste Durchgang.

Aus diesen, und einigen noch nicht erwähnten Faktoren, ergibt sich ein strategisches Spiel mit verschiedensten Strategien. Für jede Strategie gibt es Gebäude oder Personen, die verstärkend wirken und diese so konkurrenzfähig machen. Umgekehrt basiert jede Strategie auf einer bestimmten Kombination, Reihenfolge oder Menge bestimmter Aktionen (Land nehmen, bauen, Sonne laufen lassen). Hieraus folgt die Interaktion zwischen den Spielern. Nehmen mir die anderen Spieler meine Aktionen weg, muss ich improvisieren und suboptimale Züge machen oder gar auf eine andere Strategie umschwenken.

Ich habe Helios durch die deutsche Mannschaftsmeisterschaft kennengelernt und es kristallierten sich einige mutmaßlich „optimale“ Strategien und Spielweisen heraus. Auf der DM wurden wir eines besseren belehrt und erfuhren von verschiedensten Strategien, die richtig ausgeführt zum Sieg führten.

Exemplarisch möchte ich einige mögliche Strategien aufzeigen, um die Vielseitigkeit von Helios zu demonstrieren:

  1. Kleine SonnenumrundungMan baut eine übersichtliche Landfläche mit mehreren Tempeln (z.B. in Sternform mit drei Strahlen). Die Tempel liegen alle so, dass sie benachbart zu zwei/drei „Sweet Spots“ sind. Mit relativ geringer Sonnenreichweite springt man von einer Lücke zur nächsten und holt so viele Sonnenpunkte. Immer wenn die Sonne am nördlichen Zipfel ankommt, nimmt man die 5 (oder mit dem Gebäude Wachturm sogar 10) Punkte mit.
  2. Unendliche SonnenumrundungMan baut eine ausladende Landfläche mit zwei Sweet Spots und vielen Tempeln. Dank dem Gebäude Kraftwerk hat man unendliche Sonnenreichweite und erreicht so garantiert die Einsprungpunkte für Punkte und Rohstoffe. Allerdings erhält man so keine Punkte mehr für das Erreichen der nördlichen Spitze.
  3. TempelbergMan baut 8 oder 9 Tempel. Für jeden Tempelbau erhält man Mana. Gewöhnlich ist 1 Mana am Spielende 1 Siegpunkt wert. Aber mit der Person Schatzmeister sind sie jeweils 3 Punkte wert. Verstärken kann man diese Strategie mit zwei Sonderplättchen, die am Spielende 4 Punkte pro umliegendem (und daraufstehendem) Tempel bringen.
  4. LandmasseMan baut das gesamte Tableau mit Landplättchen voll und engagiert die Person Prophetin, die pro Landplättchen 2 Punkte bringt. Verstärkt wird diese Strategie durch Sonderplättchen, die 2 Punkte pro Nachbarplättchen (plus sich selbst) bringen.

Wie man sieht, gibt es verschiedenste Strategien. Viele Gebäude, Personen und sogar Sonderplättchen habe ich bewusst ausgelassen, weil dies sonst den Rahmen der Rezension sprengen würde. Mit genug Kreativität lassen sich mit Sicherheit mehr Strategien finden oder interessante Mischformen kreieren. Dank der Interaktion wird man immer gezwungen sein, zu improvisieren oder seine Strategie anzupassen. Gerade wenn man eine feste Strategie fahren will, kann dies aber anstrengend werden. Es gibt viel zu beachten und häufig ist man versucht, vorherzuberechnen, welche Aktionsplättchen die anderen Spieler nehmen werden. Hier kann ein grübellustiger Mitspieler zur Spiel- und somit Spaßbremse werden. Ohne diesen Anspruch ist das Spiel kurzweilig und sogar zu viert in unter einer Stunde spielbar. Mir persönlich haben gerade die lockeren Runden viel Spaß gemacht.

Eine negative Kritik habe ich aber doch anzubringen. Im Optimalfall holt man mit seinen 16 Aktionen 4 Bonusaktionen. Dies klappt allerdings meist nur für 1 oder 2 Spieler am Tisch. Leider können am Ende Aktionen sehr punkteträchtig sein. Wer hier also pfiffig genug ist und das nötige Glück hat, wird mit diesen zusätzlichen Punkten am Ende die Nase vorn haben. Wer weniger Glück hatte und nur 3 (oder gar 2) Bonusaktionen schafft, wird das Nachsehen haben. Für mich beeinträchtigt dieser finale Glückseinfluss in einem so strategischen Spiel den Spielspaß doch merklich. Als Turnierspiel disqualifiziert sich Helios so aber erst recht.

Wer nach strategischer Kost sucht, die nicht zu lange dauert, findet mit Helios einen würdigen Kandidaten. Und meine persönliche Empfehlung lautet: probiere immer mal wieder eine andere Strategie aus!

Möge die Sonne mit euch sein!

Rezension: Istanbul

Spiele nach Städten zu benennen, scheint irgendwie in zu sein. Dieses Mal hat es die Metropole am Bosporus erwischt: Istanbul.
Heute steht Istanbul für die Vereinigung von alter Kultur (sowohl christlicher als auch muslimischer) und moderner Welt mit gläsernen Bürotürmen. Doch Rüdiger Dorn entführt uns – wenig überraschend – in die Vergangenheit und folglich müssen wir ohne Hochhäuser und andere moderne Errungenschaften auskommen. Stattdessen sind wir orientalische Händler, die mit ihren Handkarren durch das orientalische Basarviertel laufen und lukrativen Geschäften auf der Spur sind.

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Kommentar des „Spiel des Jahres“-Vorsitzenden zum Spielejahrgang 2014

Tom Felber schrieb:

spieldesJahresDas  klassische analoge Spiel lebt. In der anthraziten Kategorie der „Kennerspiele“ hatte die Jury noch nie so viele Titel zu beurteilen wie in diesem Jahr. Und in der Masse ist durchaus Klasse zu finden. Das zeigt sich auch darin, dass in diesem Bereich mehr Titel auf die Empfehlungsliste gehoben wurden als in früheren Jahren. Insgesamt gleichen sich die Umfänge der Listen in den drei Kategorien damit etwas an. Auffallend ist die zunehmende Internationalisierung der Spiele und Titel.
Auf der Suche nach frischen Impulsen wird die Jury immer öfter außerhalb der klassischen deutschen Verlagsbranche fündig. Aber auch die deutschen Redaktionen wählen im Hinblick auf mögliche Internationalisierungen immer häufiger Spieletitel, die nicht nur im deutschen Sprachraum verständlich sind. Auf der roten und anthraziten Liste hält gerade noch ein einziger Titel die Fahne für die deutsche Sprache hoch.

Weiterlesen hier:

Die Aufstellung der Nominierten findet ihr hier und hier und hier.

Mal etwas anderes?

by admin

Für alle Leute die hier gerne mal lesen, hab ich eine Kleinigkeit die hoffentlich den einen oder anderen interessieren mag, denn in den nächsten Tagen gibt es mal etwas ganz persönliches und neues von mir in der BrettspielWelt:

Ein Spiel das von vielen Begebenheiten inspiriert wurde und schon viel auf dem „Buckel“ hat. Aber ich fang einfach ganz vorne an. Es war auf einem wunderbaren „Offline-Treffen“ von BloodyMary,  als ich das dubiose Glück haben durfte,  ein Spiel auf der Ivyo „console“ zu spielen, das im „Sponge Bob Milieu“ spielte und einen sehr eigenwilligen Charakter hatte. In meinen Augen das einzige interessante Spiel auf diesen Gerät, wenn auch nicht wirklich ernst zu nehmen.

Ich war etwas angeheitert von Wein oder Bier (ich weiss es nicht mehr) und versuchte gemeinsam mit Mik, Krabben Burger an diverse Kunden zu liefern. Wir hatten sehr sehr viel Spass und dieser Spass mit Mik veranlasste mich diese Idee aufzugreifen und mit anderen Ideen, die mir im Kopf schon häufiger umherspukten, zu vermischen.

Damals programmierte ich schnell meine Ideen herunter und teilte den Spaß und die Kreativität an der Entwicklung des Spiels mit Mik. Wir bastelten gemeinsam unseren „SpaceBob“. Ein kleiner fleißiger Raumpilot der Waren effektiv durch das weite Universum transportiert.

Da ich nur aus meiner Warte sprechen kann: Ich hatte sehr viel Spass an dem Spiel, und es wurde um „SoundSamples“ erweitert mit „Grafiken“ versehen und verbessert und stetig erweitert.

Auf der Spiel Messe in Essen 2012 erblickte dieses Spiel dann erstmals ein grösseres Publikum. Wir hatten die Möglichkeit erhalten,  das Spiel auf einem Riesen TouchMonitorTisch in einer speziellen „MultiUser“ Spielweise zeigen zu können.

Ich wurde oft gefragt, ob das Spiel denn in der BrettspielWelt zu spielen sei,  oder ob ich es denn für die BSW umsetzen würde. Damals glaubte ich nicht wirklich daran es einmal zu veröffentlichen.

SpaceBobDie Freude, die ich aber immer wieder mit diesem Spiel hatte, stellte mich aber ebenso  auch vor die Frage, ob es doch auch evtl.  anderen Leuten gefallen könnte.

Also nun nach vielen Jahren und einigen Überarbeitungen stell ich mal mein erstes „eigenes“ Spiel in die BrettspielWelt und hoffe sehr, dass es den einen oder anderen Spaß am spielen bereitet.

Für mich ist es eine Art Experiment, mich interessiert ob es Euch gefallen wird; Ist das eine Art von Spiel die Euch Spass bereitet? Ich würde gerne daran weiterentwickeln, Ideen einfließen lassen und neue Optionen und Regeln einbauen, aber natürlich wäre es schöner, wenn ich wüsste, dass es jemanden gibt,  der Interesse daran zeigt und Spaß am Spiel hat.

Nun also, auf zu einem neuen Spiel in der BrettspielWelt.

SpaceBob gibt es ab Freitag den 16.05.2014 online zu spielen.

Bis bald

alex

 

Asymmetrische Brettspiele

PS-Games

PS-Games

Wie komme ich nur auf so einen Gedanken, mich für asymmetrische Brettspiele zu interessieren? War ein ganz einfacher Grund: Ich habe nach langer Zeit einmal wieder einen Band aus dem Scheibenwelt-Zyklus von Terry Pratchett*,  nämlich Klonk – im englischen Original Thud – , gelesen und war fasziniert, dass der Autor dort ausführlich über ein Brettspiel schreibt. Und durch Zufall fand ich dann, dass es dieses Spiel sogar als Brettspiel auf dem Markt gab, leider gibt es es nur noch gebraucht für eine Menge Geld 🙂

Ich fand die Idee hinter dem Spiel einfach gut und fing an mich zu fragen, welche asymmetrischen Spiele es noch gibt. Spontan fiel mir nur Halali ein, aber ich bin ueberzeugt mit eurer Hilfe und streng nach den  unten genannten Kriterien finden wir noch etliche mehr.

Was kann man als asymmetrischen Brettspiele bezeichnen? Ich würde wohl voraussetzen, dass  wichtige Elemente des Spiels für jeden Spieler anders sind, wie z.b. die Aktionen, die ein Spieler ausführen kann oder das Ziel des Spiels ist bedeutend anders für jeden Spieler. Von der Liste ausschliessen möchte ich aber Kriegsspiele, die ja wohl automatisch unterschiedliche Zielsetzungen haben. Bei BoardgameGeek fand ich eine interessante Aufstellung von asymmetrischen Brettspielen. Ich würde aber gerne eine Liste mit eurer Hilfe erstellen, die mehr die europäischen Spiele beinhaltet.

Ihr könnt mir eine e-mail:

der.illuminator@yahoo.co.uk

 mit Vorschlägen schicken, ich veröffentliche sie dann  gerne . Und nun warte ich auf eine Menge Vorschläge von euch.

* PS: Terry Pratchett soll sich generell für Brettspiele interessieren, habe ich mal erfahren.

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Die erste mail traf schon ein, sie kam von Kinski;

Es ist wie bei Hase und Igel – der Igel ist immer schon da ;-).

Ein Titel, der dir wohl häufiger zugeschickt 
werden wird, ist Drako – der deutsche Titel lautet „Duell im Felsental“.
http://www.boardgamegeek.com/boardgame/102237/drako

Denn dass es vergleichsweise bekannt ist, dürfte 
es seiner Implementierung bei Yucata verdanken:
http://www.yucata.de/de/Rules/Drako

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Wir bauen uns ein Königreich

Autor: Donald X. Vaccarino, Illustration Oliver Schlemmer,Verlag: Queen Games für 2-4 Spieler

Kingdom Builder ist wieder ein typischer Vaccarino! Ihr wisst schon: Dominion! Extrem variabler Spielaufbau (4 aus 8 Plänen, 3 aus 10 Siegpunkt­erzielungsmöglichkeiten), einfache Mechanismen, kurze Spieldauer, Kartenglück, aber trotzdem kein seichtes Spiel. Jede Partie ist schon von der Startaufstellung her völlig anders, und zwingt den Spieler, sich jedes Mal komplett umzustellen. Da der Spielablauf selbst aber immer gleich ist, fällt diese Umstellung hinreichend leicht.

Ein sehr variabler Spielaufbau sowie ebenfalls immer wechselnde Siegbedingungen sorgen dafür, dass Kingdom Builder immer ein bisschen anders abläuft. Grundsätzlich versucht aber jeder Spieler unter Vorgabe einer bestimmten Landschaft pro Runde das meiste Gold zu bekommen, indem er möglichst viele seiner Siedlungen geschickt im Königreich verteilt.

Zum Ablauf:

Jeder Spieler erhält die Häuser in seiner Spielerfarbe. 4 der insgesamt 8 Quadranten (Puzzle-Spielpläne) werden zusammengefügt. Jeder Quadrant zeigt jeweils zwei gleiche Ortsfelder, die mit jeweils 2 entsprechenden Ortsplättchen belegt werden. Auch ein Burgfeld ist auf jedem Quadranten vorhanden. Die restlichen Felder sind bestimmten Landschaftsgebieten zugeordnet. Die Landschaftskarten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereit gehalten.

Vor Spielbeginn werden drei Auftragskarten ausgelegt. Alle Spieler versuchen während der Partie, ihre Häuser möglichst gewinnbringend zu platzieren. Lautet eine Aufgabe beispielsweise, möglichst viele Häuser in einer waagrechten Reihe zu errichten, sollte man während des Spiels diese Vorgabe erfüllen – allerdings kann einem da das Nachziehglück bei den Landschaftskarten schon einmal einen Strich durch die Rechnung machen.

Wer am Zug ist, zieht die oberste Landschaftskarte und setzt nun 3 seiner Häuser auf aneinander angrenzende passende Landschaftsfelder (immer nur ein Haus pro Feld!). Danach ist der nächste Spieler dran.In weiteren Runden muss, wenn möglich, immer angrenzend an bereits begonnene eigene Häuserketten gebaut werden.

Außerdem gibt es zwei Sonderfelder: Wer neben einer Burg baut, bekommt am Ende pro Burgfeld, an dem mindestens ein eigenes Haus steht, 3

Siegpunkte. Wer angrenzend an ein Ortsfeld baut, bekommt ein ausliegendes Ortsplättchen (sofern noch vorhanden). Ortsplättchen können dauerhaft in eigenen Spielzügen eingesetzt werden, um Sonderaktionen ausführen zu dürfen (z.B. Belegung eines zusätzlichen Feldes etc.). Jedes einmal erworbene Plättchen darf in jedem Spielzug aber nur einmal verwendet werden! Hat ein Spieler alle Häuser gesetzt, wird ausgewertet. Wer durch die gemeinsamen Auftragskarten und die Positionierung seiner Häuser an Burgfeldern die meisten Punkte gemacht

hat, ist der Sieger.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kingdom Builder schnellen Einstieg in ein Spiel ermöglicht, das fix mal gespielt, aber trotzdem nicht langweilig ist. Für Gelegenheitsspieler bietet es genau die richtige Mischung aus Anspruch und Leichtigkeit, bei Vielspielern scheiden sich die Meinungen. Während es den einen zu glücksbetont ist, spielen die anderen aber gerne mal eine schnelle Runde mit.

 

Wer sich das alles gerne in einem Video erklären lassen will, findet hier oder da das Passende.
Die Anleitung könnt ihr bereits hier finden , denn am Freitag, dem 23.11. um ca. 16 Uhr dürfen wir das Spiel in der BSW begrüssen.

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: 🙂 Das Spiel wurde das Spiel des Jahres 2012!

Quellen:

http://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.co.uk/2012/04/kingdom-builder.html 
http://www.spielkult.de/kingdombuildergrundspiel.htm                                                                                                                                http://www.hall9000.de/html/spiel/kingdom_builder                                                                                                                       
 http://www.malz-spiele.de/index_others_kingdombuilder.htm