„Trust – Das Milliardenspiel“ Rezension

Vom Milliardengewinn bis zum Bankrott ist alles dabei

 

Wieder Millionenzuschüsse für die Banken, nach Spanien ist nun auch Griechenland pleite und die Konzerne lachen sich ins Fäustchen…Mache es doch besser!

Trust

Auf den Bremer Spieletagen stand neben großen Turmbauspielen und riesigen Spielbrettern auf einmal dieser kleine Stand da, fiel kaum auf und hatte nur 2 Kartenspiele zu bieten: Das Erfolgsspiel „Machtwechsel“ und ein mir völlig unbekanntes Spiel, welches „Trust“ heißt. Nach kurzem Zögern setzte ich mich hin und hörte mir die Erklärung an kann ja nicht schaden. Außerdem: Wann hat man schon mal Milliarden in der Hand? Schnell wird deutlich: Das ist kein allzu kompliziertes und langes Spiel. Ein einfaches aber hochinteressantes Bluffspiel trifft es schon eher. Wenn man sich die Karten anguckt, kann man auch noch was lernen. Nicht etwa wegen der prunkvollen Ausstattung, sondern wegen dem schön umgesetzten Motto „in der Kürze liegt die Würze“. Auf den Geld- bzw. Schuldenkarten finden sich harte Fakten, die man vermutlich bisher noch nie gehört hat. Beispielsweise gingen 2009 in deutschen Haushalten 100 Mrd. Euro an Stromkosten drauf. Oder dass Griechenlands Gesamtverschuldung 2009 die stolze Summe von 300 Mrd. Euro betrug. Doch wir wollen mal nicht zu pessimistisch werden, schließlich gibt es ja nicht nur Schulden. So hat zum Beispiel der Mexikaner Carlos Slim Helú ein Privatvermögen in Höhe von 69 Mrd. Dollar. Naja, das war jetzt nicht sehr aufheiternd, beschäftigen wir uns lieber mit dem Spiel!
Zum Spielmaterial gehören 36 Geldscheinkarten, 66 Schuldscheinkarten, und die drei großen Wirtschaftsakteure Bank, Staat und Konzern gleich doppelt.Zu jedem Akteur gehören noch jeweils zwei Spezialkarten. Zusätzlich zum bei Kartenspielen schon üppig vorhandenen Glückseinfluss findet sichnoch ein Würfel im Karton.

 

Nachdem man sich seinen Wirtschaftsakteur ausgesucht hat, geht das große Ärgern los. Denn schließlich erhält man vier Schuldscheinkarten und drei Geldscheinkarten. Dann viel Spaß beim Bluffen! Man legt verdeckt Schuldscheinkarten und offen Geldkarten aus, bis zu 3 Stück. Doch so einfach, wie es sich anhört, ist es gar nicht. Der Nebenmann ist anschließend an der Reihe, und wenn der sich denkt, das „Paket“ ist doch niemals ausgeglichen, geschweige denn positiv, dann deckt er dieses Paket auf. Wird ein Spieler beim Bluffen erwischt, erhält er eine saftige Strafe. Aber ganz ohne Bluff geht es ja auch nicht, denn man hat ja schließlich mehr Schuldscheine als Geldscheine. Und wenn das Paket mal wieder viel zu groß wird und man in der Zwickmühle steckt, kann einem seine Spezialfunktion noch weiterhelfen, die Bank beispielsweise sagt einfach: „Neee, das ist nicht unser Paket hier, wir senden das mal ganz schnell weiter“, auf gut Deutsch: Sie passt! Nachdem jeder dreimal gelegt hat und möglicherweise schuldentechnisch in die Röhre schauen musste, kommen Büroklammern ins Spiel. Denn nun werden die Spieler bewertet. Jeder beginnt mit dem Ratingstatus AAA. Aber dabei bleibt es selten. Es dreht sich alles um Neu- und Gesamtverschuldung, die Handkartenbilanz (positive oder negative Summe) und die unsichtbare Hand“, manchmal auch Würfelwurf genannt. Das geht so weiter, bis einer im Ramsch landet. Der Ramsch ist auch ein Rating, um genau zu sein die unterste Stufe.Dann wird noch ausgewertet und das Spiel ist vorbei. Gewonnen hat der Spieler mit der geringsten Verschuldung. Jedoch kann der Spieler im Ramsch nicht mehr gewinnen, es sei denn, er ist der Staat. Dieser hat nämlich ein Existenzrecht. Außerdem ist jedes Spiel anders, da es sich mit jedem Wirtschaftsakteur anders spielt. So bilden sich viele Möglichkeiten für stundenlangen Spielspaß.

 

Meiner Meinung nach ist dies ein sehr gelungenes, kurzes Bluffspiel mit viel Spielspaß und netten Kurzfakten für die gesamte Familie.

Viel Spaß beim Spielen.

Wir bauen uns ein Königreich

Autor: Donald X. Vaccarino, Illustration Oliver Schlemmer,Verlag: Queen Games für 2-4 Spieler

Kingdom Builder ist wieder ein typischer Vaccarino! Ihr wisst schon: Dominion! Extrem variabler Spielaufbau (4 aus 8 Plänen, 3 aus 10 Siegpunkt­erzielungsmöglichkeiten), einfache Mechanismen, kurze Spieldauer, Kartenglück, aber trotzdem kein seichtes Spiel. Jede Partie ist schon von der Startaufstellung her völlig anders, und zwingt den Spieler, sich jedes Mal komplett umzustellen. Da der Spielablauf selbst aber immer gleich ist, fällt diese Umstellung hinreichend leicht.

Ein sehr variabler Spielaufbau sowie ebenfalls immer wechselnde Siegbedingungen sorgen dafür, dass Kingdom Builder immer ein bisschen anders abläuft. Grundsätzlich versucht aber jeder Spieler unter Vorgabe einer bestimmten Landschaft pro Runde das meiste Gold zu bekommen, indem er möglichst viele seiner Siedlungen geschickt im Königreich verteilt.

Zum Ablauf:

Jeder Spieler erhält die Häuser in seiner Spielerfarbe. 4 der insgesamt 8 Quadranten (Puzzle-Spielpläne) werden zusammengefügt. Jeder Quadrant zeigt jeweils zwei gleiche Ortsfelder, die mit jeweils 2 entsprechenden Ortsplättchen belegt werden. Auch ein Burgfeld ist auf jedem Quadranten vorhanden. Die restlichen Felder sind bestimmten Landschaftsgebieten zugeordnet. Die Landschaftskarten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereit gehalten.

Vor Spielbeginn werden drei Auftragskarten ausgelegt. Alle Spieler versuchen während der Partie, ihre Häuser möglichst gewinnbringend zu platzieren. Lautet eine Aufgabe beispielsweise, möglichst viele Häuser in einer waagrechten Reihe zu errichten, sollte man während des Spiels diese Vorgabe erfüllen – allerdings kann einem da das Nachziehglück bei den Landschaftskarten schon einmal einen Strich durch die Rechnung machen.

Wer am Zug ist, zieht die oberste Landschaftskarte und setzt nun 3 seiner Häuser auf aneinander angrenzende passende Landschaftsfelder (immer nur ein Haus pro Feld!). Danach ist der nächste Spieler dran.In weiteren Runden muss, wenn möglich, immer angrenzend an bereits begonnene eigene Häuserketten gebaut werden.

Außerdem gibt es zwei Sonderfelder: Wer neben einer Burg baut, bekommt am Ende pro Burgfeld, an dem mindestens ein eigenes Haus steht, 3

Siegpunkte. Wer angrenzend an ein Ortsfeld baut, bekommt ein ausliegendes Ortsplättchen (sofern noch vorhanden). Ortsplättchen können dauerhaft in eigenen Spielzügen eingesetzt werden, um Sonderaktionen ausführen zu dürfen (z.B. Belegung eines zusätzlichen Feldes etc.). Jedes einmal erworbene Plättchen darf in jedem Spielzug aber nur einmal verwendet werden! Hat ein Spieler alle Häuser gesetzt, wird ausgewertet. Wer durch die gemeinsamen Auftragskarten und die Positionierung seiner Häuser an Burgfeldern die meisten Punkte gemacht

hat, ist der Sieger.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kingdom Builder schnellen Einstieg in ein Spiel ermöglicht, das fix mal gespielt, aber trotzdem nicht langweilig ist. Für Gelegenheitsspieler bietet es genau die richtige Mischung aus Anspruch und Leichtigkeit, bei Vielspielern scheiden sich die Meinungen. Während es den einen zu glücksbetont ist, spielen die anderen aber gerne mal eine schnelle Runde mit.

 

Wer sich das alles gerne in einem Video erklären lassen will, findet hier oder da das Passende.
Die Anleitung könnt ihr bereits hier finden , denn am Freitag, dem 23.11. um ca. 16 Uhr dürfen wir das Spiel in der BSW begrüssen.

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: 🙂 Das Spiel wurde das Spiel des Jahres 2012!

Quellen:

http://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.co.uk/2012/04/kingdom-builder.html 
http://www.spielkult.de/kingdombuildergrundspiel.htm                                                                                                                                http://www.hall9000.de/html/spiel/kingdom_builder                                                                                                                       
 http://www.malz-spiele.de/index_others_kingdombuilder.htm

Waka Waka oder ‚Wer hat das Feuer ausgepinkelt?‘

Nach dem Erfolg von Keltis – als Umsetzung von Lost Cities für mehr als zwei Spieler – musste unweigerlich auch eine Umsetzung von Jambo folgen. Da Jambo eines der Highlights der Kosmos-Reihe für zwei Personen ist, war dieser Schritt nur folgerichtig. Um das Ganze abzuschmecken, hat Rüdiger Dorn das Spiel entschlackt und zum Ausgleich eine gehörige Prise Phase 10 hinzugefügt. Das Thema Afrika wurde konsequenterweise beibehalten.

Doch genug der Vergleiche und stattdessen ein paar Details. Bei Waka Waka müssen zwei bis vier Spieler fünf Mal Warenkombination sammeln und dann einzutauschen. Im Gegenzug steigt der jeweilige Spieler eine Stufe auf. Wer zuerst die oberste Stufe erklommen hat, darf sich Sieger nennen.

Neben den Warenplättchen, von denen jeder Spieler bis zu 6 Stück lagern darf, bilden Aktionskarten das zweite wichtige Element. Auch von diesen darf man bis zu sechs Stück auf der Hand halten und dankenswerter Weise beginnt man auch direkt mit einer Vollausstattung von sechs Karten. Jede Runde hat man drei Aktionen und kann jeweils eine Karte ausspielen und deren Effekt nutzen. Verzichtet man auf einen Teil seiner Aktionen, kann man zum Abschluss des Zuges für jede ungenutzte Aktion entweder eine Handkarte oder ein Goldplättchen nehmen.

Die Anzahl der unterschiedlichen Aktionskarten ist übersichtlich und dankenswerterweise gegenüber Jambo stark eingeschränkt worden. Das ermöglicht einen leichten Spieleinstieg. Die mit Abstand wichtigste Karte ist die Handelskarte. Diese hat drei verschiedene Funktionen und glücklicherweise gibt es davon auch recht viele. Man kann bei jeder Nutzung eine der folgenden Aktionen auswählen:

  • Man kauft eine Gruppe Warenplättchen. Diese sind auf vier verschiedenen Booten auf dem Spielplan gruppiert, von denen meist einige Waren verdeckt sind und andere offen liegen. Je nach Größe des Bootes erhält man zwischen 2 bis 4 Waren und bezahlt 2 bis 5 Gold. Die gekauften Waren landen offen im eigenen Warenvorrat – wenn man denn Platz für sie hat.
  • Man erfüllt einen Warenauftrag durch Abgabe der für diese Stufe erforderlichen 2 bis 6 Warenplättchen. Dies können entweder spezifische Waren sein (z.B. 1 Obst, 1 Zucker und 1 Ring) oder generische Aufträge wie etwa 4 gleiche Waren oder 2 Warenpärchen. Sobald man die Waren abgegeben hat, steigt man eine Stufe auf und ist dem Sieg einen Schritt näher.
  • Man verkauft zwei gleiche Waren und erhält dafür 10 Gold. Dies ist die primäre Quelle für Gold und ebenso wichtig wie die anderen beiden Funktionen.

Doch es gibt noch eine weitere Karte, die einen Aufstieg um eine Stufe ermöglicht. Dies ist der Schamane. Dem Schamanen sind Waren vollkommen schnuppe, da er vollständig monetär denkt. Gibt man 12 Gold ab und spielt einen Schamanen aus, kann man sich die Waren sparen und einfach so aufsteigen, wenn … ja, wenn da nicht die Sache mit dem Feuer wäre! Wie im echten Leben steht der Schamane auf ein zünftiges Feuer und ohne Feuer mag sein Ritual nicht funktionieren. Das Problem ist allerdings, dass dies ein ungewöhnlich unfähiger Schamane sein muss, da er nämlich selbst kein Feuer entfachen kann. Er ist darauf angewiesen, dass das Feuer auf dem Spielplan gerade „zufällig“ brennt. Dies tut es zum Beispiel zu Beginn des Spiels, wenn man sich den Schamanen noch nicht leisten kann. Im Kartenstapel, der durchaus mehrfach durchgespielt wird, finden sich drei Karten, die das Feuer entweder löschen oder entfachen. Sich auf den Schamanen zu verlassen, ist also eine wacklige Angelegenheit.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Karten, mit deren Hilfe man Warenplättchen erlangen, umtauschen, Gold verdienen, Karten nachziehen und andere praktische Dinge tun kann. Auf einigen dieser Karten prangt ein Goldsymbol, das den anderen Mitspielern erlaubt, an der Aktion zu partizipieren und sie, gegen Bezahlung von einem Gold an den ausführenden Spieler, ebenso durchzuführen.

Fazit
Waka Waka spielt sich locker flockig und lässt sich schnell erlernen. Durch den leichten Einstieg ist es als Familienspiel gut geeignet. Die Aufstiegstabelle (mit den einzutauschenden Waren) lässt sich aus verschiedenen Schwierigkeitsgraden auswählen und erlaubt so einen moderaten Anstieg des Schwierigkeitsgrades und führt zu Abwechslung im Spielverlauf.

Sehr gut gefallen mir die zwei verschiedenen Aufstiegsmöglichkeiten über Abgabe der Handelswaren und über den Schamanen und die Möglichkeit der Mitnutzung von Aktionskarten. Der Spielablauf ist zügig und die Wartezeiten der gerade nicht aktiven Spieler sind erfreulich kurz.

Mir persönlich ist allerdings die Spieltiefe zu niedrig bzw. der Glücksanteil zu hoch. Spieler mit Faible für strategische Spiele werden vermutlich lieber etwas anderes spielen. Fans von Familienspielen werden an Waka Waka aber bestimmt ihren Spaß haben.

Spielerzahl: 2-4
Spieldauer: 40 Minuten

Zauberbücher, Zaubersprüche… einfach zauberhaft

Grimoria von Schmidt Spiele erschien zuvor als “Grimoire” bei Japon Brand. Es gibt einige Änderungen. Inhaltlich nur wenig, Material und graphische Gestaltung aber deutlich.

Um  die  Herrschaft  über  “Grimoria”  zu  erlangen,  muss  zunächst  erst  ein  magischer  Wettstreit  bestanden  werden,  der  Jung  und  Alt  Spannung  und viel  Abwechslung  verspricht.  Dabei gilt  es, mächtige  Zaubersprüche  weise  einzusetzen  und  die  Stärken  der Schwarzen Magie gekonnt zu nutzen.

In – je nach Spieleranzahl – 12 bis 14 Runden arbeiten wir uns hoch. Die Runde ist schnell gespielt. Jeder sucht sich in seinem kleinen Zauberbüchlein seinen Spruch aus, dann decken alle gleichzeitig ihre Wahl auf und führen gemäß der neuen Reihenfolge eine Aktion aus. Dann darf man sich am Ende seines Zugs noch eine Karte aus der Auslage nehmen. Das Spielprinzip ist schnell drin.

Gehen wir nun etwas ins Detail, dann erkennen wir die Feinheiten sowie die wachsende Auswahl an Optionen. Anfangs hat jeder Spieler nur Zugriff auf wenige Einsteigersprüche. Mit jeder Runde kommt aber ein neuer Spruch, also eine neue Aktion, dazu. Neue Spieler lernen somit während des Spielverlaufs, worauf es zu achten gilt, während sich schrittweise der Komplexitätsgrad erhöht. Zu Beginn ist auch ein Fehler nicht schlimm, später sollte der aber nicht mehr passieren.

Bei der Wahl der Aktion gilt es dann dreierlei zu beachten und abzuwägen: Erstens der Effekt der Aktion. Die Möglichkeiten wollen schließlich optimal genutzt werden. Zweitens die Zahl, auch Magie-Level genannt, des Spruchs. Denn je niedriger diese ist, desto eher ist man dran und kann sich entsprechend auch bei der Wahl der Auslagenkarte vordrängeln. Liegt dort etwas aus, das ich unbedingt haben will, wähle ich einen kleineren und vermeintlich schwächeren Zauberspruch. Und drittens wollen die Mitspieler im Auge behalten werden. Haben sich mehrere Spieler nämlich für den gleichen Spruch entschieden, sind sie auf jeden Fall schon mal später dran als irgendwelche Einzelgänger. Ein bisschen Mitdenken und Bluff ist also auch dabei. Vor allem gegen Spielende, wenn man mittels Angriffszaubern in der Auslage der anderen herumpfuschen kann, wenn diese sich nicht mit der entsprechenden Aktion schützen. Ein starker Spieler muss also immer in der Angst leben, von den neidvollen Genossen am Tisch womöglich angegriffen zu werden – denken die aber wiederum, der jeweils andere übernimmt dies und am Ende macht’s doch keiner, nennt man das Verantwortungsdiffusion. Und der führende Spieler freut sich. Oder er ärgert sich, weil er sicherheitshalber auf Nummer sicher ging und sich somit einer sinnvolleren Aktion beraubte.

Schließlich kann man an allen Ecken und Enden der Konkurrenz in die Parade fahren: Jeder Taler ist ein Siegpunkt, aber so ganz direkt bekommt man Geld nur über Schwarze Magie. Die lässt sich wiederum mit einem niedrigstufigen Zauber für die Runde abstellen. Wer auf schöne Talerchen gehofft hat, guckt in die Röhre. So leicht kommt man an drei Taler selten. Das entspricht sonst nur der Topp-Örtlichkeit Festung oder einer prallen Schatztruhe. Richtig: Eine Schatztruhe hat den gleichen Wert wie drei Taler. Der Grimorianische Taler gilt nicht umsonst als echte Hartwährung.

Im Stapel der Abenteuerkarten liegen Gefährten und Orte. Gutes Personal bringt pauschal Punkte und entweder einen Effekt pro Runde (wer zum Beispiel den Boten hat, kassiert einen Taler, wenn er der Erste in der Runde ist oder die Hellseherin erlaubt das Spicken unter die eine, verdeckte Auslagenkarte) oder liefert bei Spielende Punkte-Multiplikatoren. Hier sollte man schon weitsichtig vorausplanen und einigermaßen strategisch vorgehen. Kombos gibt es freilich auch. Wer ein oder zwei Königinnen hat, der sammelt Orte für die Extrapunkte. Oder man heuert mit etwas Glück gleich alle drei Bronzeschmiede an, sie machen aus den ansonsten wertlosen Bronzehelmen echte Schätze. Ortskarten bringen Punkte, Schatzkarten ebenfalls (und manchmal hat man hier das Glück und zieht ein rares Artefakt mit Sondereigenschaft).

Grimoria hat alles was man sich für ein Spiel nur wünschen kann: Interaktion, Strategie, das Einschätzen der Mitspieler und ein sich langsam ausdehnendes Feld an Möglichkeiten. Interessanterweise sollte man ja meinen, dass sich die Spieler hier immer weniger gegenseitig im Weg stehen, aber dem ist nicht so. Selbst in einer Partie zu dritt wählt man doch immer wieder mal eine Aktion, auf die auch die Mitspielerin scharf ist. Immerhin werden die Runde um Runde besser und selten wählt man noch das zarte „Nimm Dir 1 Taler“-Zaubersprüchlein, wenn es auch die welterschütternden „Zahle 1 Taler und ziehe 3 Karten vom Ablagestapel“-Hexerei gibt. Im Gleichschritt mit der Auswahl an Möglichkeiten – es mag komisch klingen – steigt auch der Tiefgang. Notorische Grübler fühlen sich wohl, bleiben aber unterbeschäftigt. Das ist gut für den Rest der Runde.

Man spielt mal aggressiv, mal defensiv, muss Runde um Runde wichtige Entscheidungen treffen und es ist essentiell, die Mitspieler und ihre Auslage im Auge zu behalten. Und all das mit schlanken Regeln und kurzer Spieldauer.

 

Autor: Hayato  Kisaragi ,Grafiken von Eckhard Freytag

 

Eine genaue Anleitung findet man hier

Ein sehr atmosphärischer Trailer ist hier zu finden.

Gefunden u.a. bei http://de.trictrac.net/?search=Grimoria und http://www.schmidtspiele.de/index.php?id=101&news=1&backpage=114&direkt=1&aid=37936

 

Gruezi!

Als ich in letzter Zeit verschiedene Spieleblogs durchschaute, fiel mir auf, dass fast alle das Spiel Helvetia besprachen. Da muss wohl was dran sein, dachte ich und habe deswegen ein paar Informationen dazu zusammengestellt.

Helvetia ist ein interessantes und durchaus spannendes Aufbau-, Sammel- und Positionsspiel, bei dem man sich von der Anleitung bzw. dem Spielablauf anfänglich nicht abschrecken lassen darf.

Nach dem ersten Durchlesen der Anleitung scheint es sich um ein sehr kompliziertes und unübersichtliches Spiel zu handeln, aber wenn man einmal ein paar Runden gespielt und sich den Durchblick geholt hat, merkt man sehr schnell, dass das Spiel eigentlich recht einfach und leicht zu spielen ist.Sehr schnell erkennt man dann die Zusammenhänge und das Zusammenspiel der einzelnen Aktionen.

Kosmos meint, dass bei Helvetia Planer eher gefragt sind als Glückspilze und dass das Spiel sowohl für Schweizer als auch für Nicht-Schweizer geeignet ist. 🙂 Helvetia ist nämlich die lateinische Bezeichnung der Schweiz.

In echter Schweizer Tradition wird Helvetia gegen den Uhrzeigersinn gespielt. Alle Spieler sind zunächst damit beschäftigt, ihre Dörfer anzulegen und aufzubauen. Verschiedene Gebäude werden errichtet, in denen entweder einfache oder komplexe Güter erstellt werden können. Bei komplexen Gütern müssen bestimmte Produktionsstufen eingehalten werden, die am Ende zum erwünschten Ergebnis führen. Später kann der Produktionsüberschuss gewinnbringend auf dem Markt verkauft werden, um den Wohlstand der Gemeinde zu sichern. Nur so kann man es sich irgendwann leisten, in Projekte zu investieren, die dem Gemeinwohl dienen und das Dorf in eine neue blühende Ära führen.

Gesteuert werden die Spielprozesse über fünf einflussreiche Dorfpersönlichkeiten, die jeder Spieler gegen Abgabe von Münzen für seine Zwecke einsetzen kann: der Baumeister errichtet neue Gebäude. Der Fuhrmann liefert die produzierten Güter zum Markt. Der Nachtwächter ist die einzige Möglichkeit, um schlafende Bürger zu wecken. Der Pfarrer verheiratet ungebundene Dorfbewohner und die Hebamme hilft dem Nachwuchs auf die Welt.

Spielablauf:

Der Spielplan kommt in die Tischmitte. Die Gebäudeplättchen werden nach der Zahl auf der Rückseite in 3 Stapel sortiert – die Plättchen mit der „1“ kommen (nach Gebäudeart sortiert) offen neben den Spielplan. Die Plättchen mit der „2“ und „3“ werden verdeckt gemischt und als Nachziehstapel bereitgelegt.

Die Personen- und Güterplättchen werden auf dem – die Sonderplättchen – neben dem Spielplan ausgelegt.

Jeder Spieler erhält in seiner Farbe 16 Dorfbewohner, 6 Münzen und 17 Liefersteine, wobei einer davon auf das Feld „0“ der Siegpunktleiste kommt. Außerdem erhält jeder Spieler ein Plättchen „Dorfmitte“, das er vor sich auslegt. Nun werden noch an jeden Spieler 3 Startgebäude vergeben, die diese an ihre Dorfmitte anlegen.

Nun verteilt jeder Spieler 3 Paare (3 Männer und 3 Frauen) seiner Farbe wie folgt:

Paar 1: auf zwei beliebige eigene Gebäude.

Paar 2: 1 Dorfbewohner auf das verbliebene eigene Gebäude und den anderen Dorfbewohner auf die Schule am Spielplan.

Paar 3: 1 Dorfbewohner wird in das Dorf des linken Nachbarn „verheiratet“ (ein Mann wird zu einer Frau gestellt, oder umgekehrt) und der andere Dorfbewohner kommt in die eigene Dorfmitte.Alle Dorfbewohner sind anfänglich wach und werden aufgestellt. Wurde ein Dorfbewohner eingesetzt, schläft er danach ein und die Figur wird umgelegt.Nun nimmt noch jeder Spieler 2 seiner Münzen und legt je 1 davon als „Mitgift“ in die Dorfmitte seines linken und rechten Mitspielers.Das Spiel geht nun über mehrere Spielrunden, die wie folgt ablaufen:

1. Münzen einsetzen und Persönlichkeiten nutzen:

Abwechselnd wählen die Spieler eine Persönlichkeit am Spielplan aus und legen 1 oder mehrer Münzen auf diese Person. Folgende Persönlichkeiten stehen zur Verfügung:

Baumeister:

Für jede Münze darf der Spieler ein Gebäude bauen, wobei darauf zu achten ist, das jeder Spieler jede Gebäudeart nur einmal bauen darf. Besitzt ein Spieler nicht alle geforderten Güter, so können diese (Holz, Ziegel oder Stein) auch für 1 Münze gekauft werden.

Ein Gut wird produziert, indem auf dem entsprechenden Gebäude ein wacher (aufgestellter) Dorfbewohner „schlafen geschickt“ (umgelegt) wird. Für komplexere Güter muss dies auch für vorbedingte Güter durchgeführt werden.

Fuhrmann:

Für jede Münze darf der Spieler ein Gut zum Markt liefern und dies dort mit einem seiner Liefersteine markieren. Jeder Spieler kann somit jedes Gut nur einmal zum Markt liefern – jeder Lieferstein ist 1 Siegpunkt wert. Für spezielle Güter erhält der erste Spieler, der dies zum Markt liefert zusätzlich noch das entsprechende Güterplättchen im Wert von 1 oder 2 Siegpunkten.

Wurde mit der Lieferung auch noch eines der 4 Sonderziele erfüllt, erhält Spieler auch noch das entsprechende Sondersiegpunktplättchen.

Nachtwächter:

Für jede Münze darf der Spieler alle Dorfbewohner 1 kompletten Viertels seines Dorfes aufwecken – d.h. alle Dorfbewohner (eigene und fremde) werden wieder aufgestellt.

Pfarrer:

Für jede Münze darf der Spieler einen eigenen, nicht verheirateten Dorfbewohner aus der Dorfmitte oder der Schule in ein fremdes Dorf verheiraten. Gibt es in dem Dorf in der Dorfmitte noch eine „Mitgift“, so kann er sich eine davon auswählen. Eine eigene „Mitgift“ kommt in den eigenen Vorrat und kann dann als eigene Münze verwendet und genutzt werden, eine fremde „Mitgift“ kommt wiederum in die Dorfmitte.

 

Hebamme:

Für jede Münze darf der Spieler zu eine Paar im eigenen Dorf 1 Kind (= gekippte Spielfigur) stellen.

Die Runde endet, wenn nur noch 1 Spieler Münzen besitzt – dieser Spieler kommt dann nicht mehr an die Reihe, wird aber Startspieler der nächsten Runde und erhält das Startspielerplättchen, das 1 Siegpunkt wert ist.

2. Vergabe der Personenplättchen und Münzen zurücknehmen:

Auf jeder Persönlichkeit liegt anfänglich ein dazupassendes Personenplättchen. Dieses geht nun – entweder vom Spielplan oder dem entsprechenden Spieler – an den Spieler, der in dieser Runde die meisten Münzen auf der entsprechenden Persönlichkeit eingesetzt hat. Bei einem Gleichstand verbleibt das Personenplättchen wo es ist.

Jedes Plättchen bringt dem Besitzer 2 Vorteile: 1. ist das Plättchen 1 Siegpunkt wert und 2. berechtigt es den Besitzer, zu einer zusätzlichen Aktion mit der entsprechenden Persönlichkeit, wenn er am Zug ist. Jeder Spieler kann nur ein Personenplättchen pro Zug einsetzen – danach wird es umgedreht. Er kann dies aber auch nur tun, wenn er nicht schon gepasst hat.

Nun nehmen alle Spieler ihre Münzen wieder in den eigenen Vorrat zurück.

3. Dorfbewohner kommen aus der Schule in das Dorf:

Alle Dorfbewohner kommen aus der Schule in das eigene Dorf und müssen dort in freie Gebäude einziehen. Ist die nicht möglich kommen sie in die Dorfmitte, bis ein Platz frei wird.

4. Kinder kommen in die Schule:

Nun stellen alle Spieler ihr „Kinder“ vom in die Schule am Spielplan.

5. Anpassung der Siegpunkte:

Jeder Spieler kontrolliert nun seine Siegpunkte und passt seinen Zählstein auf der Siegpunkteleiste entsprechend an.

6. Neue Gebäude:

Nun werden 5 neue Gebäude aufgedeckt (zuerst vom „2“er- und dann vom „3“er-Stapel) und offen zu den anderen Gebäude gelegt.

Danach beginnt eine neue Runde.

Spielende:

Das Spiel endet, wenn bei der Anpassung der Siegpunkte ein Spieler 20 oder mehr Siegpunkte erzielt hat. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat gewonnen – bei einem Gleichstand gewinnt der Spieler mit den meisten wachen Dorfbewohner. Gibt es auch hier einen Gleichstand, gibt es mehrere Gewinner.

Das Spiel für 2 Spieler hat kleinere, abweichende Spezialregeln.

Eine wirklich gute, ganz ausführliche Spielbeschreibung findet ihr bei boardgamegeek unter diesem Link  in deutsch.

Ein Fazit und einige Taktikhinweise fand ich bei weltensicht.de :

Für den Neuling ist Helvetia nicht ganz einfach. Sicher sind die Regeln schnell begriffen, aber die zahlreichen Möglichkeiten, die das Spiel bietet, zu verinnerlichen dauert länger. Dazu gehören die Produktionswege, beispielsweise benötigt man für die Produktion von Ziegenkäse natürlich eine Ziege, diese wiederum gibt nur Milch, wenn sie auch genügend Wasser zum Trinken hat, aber auch die Tatsache, dass für jedes Produkt ein Dorfbewohner erschöpft werden muss. Eine weitere Herausforderung ist die richtige Reihenfolge der eigenen Aktionen. Erst wenn man Nachwuchs hat der die Schule besucht, kann man diesen in andere Dörfer verheiraten und dort Gebäude nutzen, oder eigene neue Gebäude besetzen. Da die Dorfbewohner nach einmaliger Nutzung der Gebäudefunktion erschöpft sind und schlafen, müssen diese natürlich regelmäßig wieder geweckt werden. Soll man nun darauf hoffen, dass ein Mitspieler dies erledigt oder selbst aktiv werden?

Bei Helvetia sind unterschiedliche Strategien möglich. So kann man das eigene Dorf vergrößern oder in die anderen Dörfer einheiraten, um an ein spezielles Produkt zu kommen. Wichtig ist aber immer, dass man seine Mitspieler und deren Aktionen beobachtet.

AEIOU meint dazu:

HELVETIA ist fulminantes Strategiespiel! Dank des hervorragend umgesetzten Spielthemas erscheinen alle Aktionsmöglichkeiten natürlich und deren Auswirkungen auf das Spiel naheliegend. Schnell taucht man in das Dorfleben ein und tüftelt Strategien aus.Allerdings merkt man schnell, dass das Dorfleben keineswegs so einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheint. So verspricht eine Eheschließung zwar oftmals eine Mitgift und zusätzliche Güter, aber sie gestattet dem Gegenspieler auch eine effizientere Nachwuchsplanung und eine Einflussnahme auf die Produktivität.Dann wird halt nicht geheiratet? Von wegen! Die Familie ist in HELVETIA der Schlüssel zum Erfolg, und daher sollte man weiterhin in den Nachbarorten nach vielversprechenden Junggesellen und Jungesellinnen Ausschau halten.HELVETIA kann sowohl Familien als auch Vielspielern empfohlen werden. Die Spielregeln bieten Varianten an, mit denen der Spielverlauf vereinfacht und beschleunigt werden kann.

Auch ludoversum gibt einige gute Tipps zu dem Spiel.

Ein Interview  mit dem Autor Matthias Cramer findet ihr  hier.

Ein kurzes Erklärvideo findet sich bei spiele-offensive.de

Weitere Besprechungen findet man auch in den folgenden Blogs:

http://www.spielevater.de/

http://members.chello.at/topolino/

 http://www.ratgeberspiel.de/spielwelt/spieltests/brettspiele/helvetia-dorfer-bauen-paare-trauen/

 


 

Auf „Santa Cruz“ gibt es viel zu entdecken

Nach entbehrungsreichen Wochen auf Wasser lässt Spieleautor Marcel-André Casasola Merkle bis zu vier Seefahrer endlich wieder Land betreten. „Santa Cruz“ heißt das unbekannte Eiland, das sie mit ertragreichem Bauland und wertvollen Rohstoffen lockt. Zur Besiedelung der Insel steht den Entdeckern eine große, gezeichnete „Landkarte“ als Spielplan und jede Menge liebevoll gestaltetes Spielmaterial zur Verfügung.

Verlegt wurde das Spiel im Hans im Glück Verlag

Dank seiner außergewöhnlichen Zug- und Wertungsmöglichkeiten gelingt der Einstieg in dieses neue Familienspiel des Hans im Glück-Verlags sehr schnell. „Santa Cruz“ wird in zwei unabhängigen Durchgängen gespielt, in denen die Spieler auf den besten Plätzen der Insel Häuser, Kirchen und Leuchttürme bauen sowie wertvolle Rohstoffe erschließen. Wer auf „Santa Cruz“ wie vorankommt, steuern u. a. die Bewegungs- und Wertungskarten, die der Spieler geschickt und vorausschauend einsetzen kann, um die Inseln zu besiedeln. Schließlich gibt es dafür dann aber auch die wichtigen Punkte, die „Santa Cruz“ für jeden Mitspieler so wertvoll machen. Doch Vorsicht! Schon in der ersten Runde kann der Vulkan ausbrechen und alle Gebäude, die von seiner glühenden Magma erfasst werden, vom Spielplan räumen…

Pech gehabt? Nur gut, dass man im zweiten Durchgang, dieses von Michael Menzel (siehe auch das Interview mit ihm hier im Magazin) sehr atmosphärisch illustrierten Familienspiels, von den bereits in der ersten Runde gemachten Erfahrungen profitieren kann. Wer macht schon denselben Fehler ein zweites Mal…? Jeder kann sich jetzt also voll auf die weitere Besiedelung von „Santa Cruz“ konzentrieren – und dabei eifrig Punkte sammeln.

Nun gut, das war euch ein wenig zu kurz, was der Verlag so schreibt :-), dann versuche ich euch die Anleitung etwas verkürzt nahe zubringen:

Santa Cruz wird besiedelt. In zwei unabhängigen Durchgängen bauen die Spieler Häuser, Kirchen und Leuchttürme,
erschließen Rohstoffe und sammeln damit Punkte. Wer nach dem 2. Durchgang die meisten Punkte hat, gewinnt.

1.Durchgang:

In jedem Durchgang besiedeln die Spieler die Inseln. Mit ihrem 1. Zug erreichen sie die Inseln und landen an. Ab dem 2.   Zug müssen sie reihum immer eine Handkarten ausspielen. Meist sind das Baukarten: Die Schiffkarte, die Flusskarte oder die Wegkarte. Eine Baukarte spielen heißt, sie aus der Hand offen abzulegen und dann 1 Gebäude auf 1 Plättchen zu setzen (Bauen). Dies bringt den Spielern Punkte, die nötig sind, um zu gewinnen. Neben den Baukarten haben die Spieler auch Wertungskarten auf der Hand. Eine Wertungskarte spielen heißt, sie aus der Hand offen abzulegen und die Karte zu werten. Meist bringt dies mehreren Spielern Punkte. Erst wenn alle Spieler alle Karten gespielt haben, endet der Durchgang.

2.Durchgang:

Im 2. Durchgang wird Santa Cruz erneut besiedelt . Dabei können die Spieler von ihren Erfahrungen aus dem 1. Durchgang profitieren. Nun dürfen die Spieler entscheiden, mit welchen Karten sie in diesem Durchgang spielen möchten und welche Wege sie diesmal einschlagen. Jeder nimmt alle Gebäude seiner Farbe zurück in seinen Vorrat. Auch eventuell vom Vulkan zerstörte. Die Vogelchips bleiben verdeckt vor den Spielern liegen. Die ausgespielten Karten bleiben sortiert und offen vor jedem Spieler liegen. Auch die Plättchen bleiben so liegen wie sie sind. Jeder Spieler zieht eine neue Wertungskarte vom Stapel und sieht sie sich geheim an. Anschließend legt er sie für später verdeckt beiseite. Jeder Spieler wählt nun die Karten aus, mit denen er den 2. Durchgang bestreiten will. Der Spieler, der auf der Zählleiste hinten liegt, beginnt. Er sucht eines der offenliegenden Kartensets (inkl.Wertungskarten) aus und nimmt es verdeckt auf die Hand. Es folgt der Spieler mit dem vorletzten Platz auf derWertungsleiste und so weiter … Es ist auch erlaubt, das eigene Set aus dem 1. Durchgang zu nehmen. Der Spieler, der auf der Wertungsleiste vorne liegt, muss das verbliebene Kartenset nehmen. Zusätzlich zu den eben gewählten Handkarten nehmen die Spieler nun auch die vorhin gezogene Wertungskarte auf die Hand.  Von seinen Handkarten nimmt anschließend jeder Spieler eine Wertungskarte seiner Wahl und legt sie zurück, die anderen Spieler sehen sie nicht. Der weitere Ablauf entspricht dem 1. Durchgang.

Nachdem die Spieler den 2. Durchgang zu Ende gespielt haben, gibt es noch Punkte für die Vogelchips und der Sieger wird ermittelt. Beginnend mit dem Spieler, der die letzte Karte gespielt hat, decken die Spieler reihum ihre Vogelchips auf und punkten. Für jeden Chip erhält der Spieler je nach Aufdruck 1, 2 oder 3 Punkte. Der Spieler, der nun vorne liegt, gewinnt.

Wem das nicht ausführlich genug war, der kann hier die vollständige Anleitung lesen.

Nun wünschen wir euch viel Spaß mit dem neuen Spiel.

 

 

Casa Grande

Ein Spiel, das 2011 erschien, machte viel von sich reden. Ich habe hier mal einige Besprechungen dazu zusammengesucht.

In diesem Familienspiel versucht ihr euch als wagemutige Bauherren! Und denkt dran: Je größer und höher ihr baut, umso mehr Geld kassiert ihr! 

Jeder Spieler erhält die 25 Bausteine sowie 17 Plattformen seiner Farbe. Seinen Markierungsstein stellt jeder auf Feld 5 der Bonusskala, seinen Spielstein auf ein Eckfeld des Spielplans.

Reihum absolviert jeder Spieler in seinem Spielzug immer 2 bis 3 Phasen. Die ersten beiden Phasen sind verpflichtend: Der aktive Spieler würfelt und zieht seinen Spielstein um die entsprechende Anzahl an Feldern im Uhrzeigersinn weiter. Das Feld, auf dem der Spielstein zum Stehen kommt, bestimmt, in welcher „Bahn“ (= die direkt angrenzende Zweier-Reihe mit insgesamt 16 grünen Bauplätzen) nun ein eigener Baustein abgestellt werden muss. Ein Baustein darf zunächst immer nur auf ein unbesetztes Feld gestellt werden.

weiter lesen….. bei Spielkult

Weitere Rezensionen dazu findet ihr auch auf folgenden Seiten:

http://www.surrealist.de/spielmonster/Rezensionen/Casa_Grande/casa_grande.htm

http://www.ludoversum.de/cgi-bin/lv.pl?action=show&destroy=14198&x=FindGame&titel=Casa%20Grande

http://www.ratgeberspiel.de/spielwelt/spieltests/brettspiele/casa-grande-2/

Etwas für Weltenretter

Auf der Seite von brettspielcheck.de  findet man unter anderem folgenden Bericht:

Neues Futter für Weltenretter. Nachdem dem erfolgreich, die Menscheit vor bedrohenden Krankheiten gerettet werden konnte, folgt in dem neuen Spiel von Corne van Moorsel der Supergau, ausgelöst durch eine leckende Stelle in der Schutzhülle.  Jetzt heißt es mit seinen Fahrzeugen, viele eigene Leute zu retten. Wobei das Auto nur 3 Personen, der Bus 4 und der Hubschrauber 2 retten kann, die alle um die Atomkraftwerke herum verteilt sind. Der Hubschrauber fliegt dabei 4 Felder, der Bus 2 und das Auto drei. Bei vielen Mitspielern wird dann der Raum knapp und die eigenen Leute sterben einen Strahlentod.Je nach Stärke erkranken Personen, oder sterben sogar.Wer die meisten vor dem Gau retten kann, gewinnt!

Ein spannendes, vom Thema her aktuelles und unverbrauchtes Spiel, kurzweilig und witzig!

Wer genaueres darüber erfahren will, klickt am besten hier

 

Eine neue Variante von Ligretto

cliquenabend.de hat dieses Spiel getestet und als sehr ! interaktiv 🙂 bewertet.

 Wer kennt Ligretto nicht? Fast jeder, der öfters spielt, hat dieses Spiel mit Sicherheit bereits in den Händen gehabt. Ziel dieses turbulenten Spiels ist es, den Stapel mit den 10 Karten abzutragen und dabei möglichst viele Punkte zu ergattern. Hierbei spielen nicht nur die Kartenwerte, sondern auch die Farben Rot, Gelb, Grün und Blau eine Rolle.

Bei Würfel Ligretto konnten bereits viele unserer Spieler ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Mit Ligretto Twist geht es jetzt in eine neue Runde und der Name Twist lässt erahnen, dass zum SpielTwister vielleicht gewisse Zusammenhänge bestehen. Wir können jetzt schon verraten, dass dies tatsächlich so ist und so haben wir das Spiel mit Jugendgruppen und begeisterten Ligretto Spielern einem Härtetest unterzogen.

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Auf nach „Hawaii“

Hier bei uns wird es Winter, kalt, nass, brrrr, da heitert uns sicher dieser Artikel über Hawaii auf. Nicht direkt die Pazifik-Insel, sondern die Rezension des Spiels Hawaii, welche ich bei Holgs Spieleteufel fand:

Eine der bekanntesten Inselketten im Pazifik dürfte Hawaii sein. Sonne, Strand, Tänzerinnen, Blumenkränze, Früchte, Urlaub, das alles verbindet man mit Hawaii und das alles hört sich recht entspannend an. Und im Spiel Hawaii von Hans im Glück ist dann auch nahezu all das genannte wieder zu finden, bis auf den Urlaub. Die bis zu fünf Spieler schlüpfen nämlich in die Rolle von Häuptlingen, deren Bestreben es ist ihr Dorf zu vergrößern, neue Dörfer zu gründen um am Ende der angesehenste Häuptling auf den Inseln zu sein. Und das ist keineswegs so einfach wie es sich anhört und hat mit Urlaub nichts zu tun!

Ausgehend vom Strand brechen die Häuptlinge in Spielerreihenfolge auf, um auf der Insel Hütten in Auftrag zu geben, Obst zu kaufen, Tänzerinnen ins Dorf zu holen, eben all das zu tun, was ein Dorf voranbringen kann. Der Startspieler einer Runde scheint dabei einen kleinen Vorteil zu haben, denn er kann zuerst und aus dem gesamten Angebot der Insel wählen. Das ist umso bedeutsamer, da nicht alles immer in für alle Spieler ausreichendem Maße zur Verfügung steht und so hat es ein Spieler am Zug grundsätzlich immer selbst in der Hand seine laufende Runde zu beenden um einen noch freien Platz auf der Spielerreihenfolge-Leiste zu wählen und damit seine Startposition für die kommende Runde zu beeinflussen.

Anfangs jedoch wird die Spielerreihenfolge zufällig ermittelt und um hier einen Ausgleich zu schaffen erhalten die Spieler in Spielerreihenfolge keine, zwei, drei, vier oder fünf Früchteplättchen. Früchte sind neben den sonst üblichen Muscheln ebenfalls als allgemeines Zahlungsmittel anerkannt (allerdings nur, wenn komplett mit Früchten bezahlt wird) und kompensieren den Vorteil der ersten Wahl und der Möglichkeit günstig einzukaufen.

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Weitere Informationen dazu auch hier:

http://www.hans-im-glueck.de/hawaii/

http://www.cliquenabend.de/news/064400-Die-Spiel-Essen-2011-Hawaii-Hans.html

http://www.spiele-check.de/12213-Hawaii.html

http://www.poeppelkiste.de/rezensionen/2011/hawaii/hawaii.php